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Abgas-Affäre: Geständnisse von Ingenieuren

Volkswagen Abgas-Affäre: Geständnisse von Ingenieuren

Im Abgas-Skandal bei Volkswagen haben einem Zeitungsbericht zufolge mehrere Mitarbeiter Manipulationen gestanden. Die Ingenieure hätten bei Befragungen ausgesagt, 2008 die Schadsoftware installiert zu haben, berichtete die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf die interne Revision des Autobauers. VW wollte den Bericht nicht kommentieren.

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Neue Erkenntnisse in der Abgas-Affäre: Erste VW-Ingenieure haben offenbar ein Geständnis abgelegt.

Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ geht der VW-Aufsichtsrat von einem weitaus größeren Kreis an Mitwissern aus als bisher angenommen. „Die These, alles sei nur das Werk von ein paar kriminellen Entwicklern, ist nicht haltbar“, zitierte das Blatt aus dem Kontrollgremium. Der Konzern habe „systematisch Kunden und Behörden getäuscht“.

Der Aufsichtsrat dränge den neuen VW-Chef Matthias Müller dazu, rasch in die USA zu reisen und dort Reue zu zeigen. „Wir kommentieren diese Berichte nicht“, sagte ein VW-Sprecher. Das Unternehmen treibe die Aufklärung der Geschehnisse voran. „Sobald wir belastbare Ergebnisse haben, werden wir darüber informieren.“

Laut „Bild am Sonntag“ hatten die VW-Ingenieure keine Lösung gefunden, wie sie sowohl die Abgasnormen als auch die Kostenvorgaben für den Motor einhalten konnten. Daher sei die Entscheidung gefallen, die Manipulations-Software zu verwenden. Unklar sei aber weiterhin, wer die Anweisung für die Installation gab.

In den Befragungen durch die VW-Konzernrevision hätten mehrere Ingenieure Vorwürfe gegen den damaligen VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg erhoben. Dieser habe vom Betrug gewusst und ihn angeblich sogar in Auftrag gegeben. Zu seiner Rolle lägen allerdings widersprüchliche Aussagen vor, berichtete die Zeitung.

Nach Informationen der „Automobilwoche“ will der Konzern ungeachtet des Skandals an seinen Absatzzielen für 2016 in Deutschland festhalten und verspricht seinen Vertriebspartnern Hilfen. Dies habe Thomas Zahn, Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland VW Pkw, in einem vertraulichen Brief zugesichert.

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