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„A chance to play“: VW hilft 60.000 Kindern in Brasilien

Volkswagen „A chance to play“: VW hilft 60.000 Kindern in Brasilien

Mit der Fußball-WM richtet sich der Blick der Welt auch auf die sozialen Probleme in Brasilien. Soziales Engagement und Fußball verbinden der VW-Betriebsrat und das Kinderhilfswerk „terre des hommes“ mit ihrem Projekt „A chance to play“ in den Armenvierteln rund um die brasilianischen VW-Standorte. Die WAZ schaute sich die Arbeit eines Kinderrechtszentrums in São Paulo an.

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„A chance to play“ in São Paulo: Im Kinderrechtszentrum in der Favela Rua Nova spielen die Kinder in einer Samba-Gruppe oder lernen Ballett.

Rund ein Drittel der Einwohner der Mega-Metropole kämpfen in den Favelas ums Überleben. Auch in Rua Nova im Stadtteil Sapopemba im Osten von São Paulo beherrschen Drogen, Gewalt und Kriminalität den Alltag von 4500 Menschen. Rund um das Kinderrechtszentrum geben allerdings Trommel-Rhythmen den Takt vor, wenn Didi, die Leiterin der Samba-Gruppe, gemeinsam mit den Kindern aus der Nachbarschaft von der Dachterasse des Hauses die Favela beschallt.

Die Jungs und Mädchen haben einen eigenen Samba komponiert, mit dem sie den Karneval am nahe gelegenen VW-Standort eröffnen. Der Titel des Stücks: „Fußball-Weltmeisterschaft, ein Torsegen an Menschenrechtsverletzungen“. Damit wollen sie den Blick auf die Schattenseiten des FIFA-Turniers lenken.

Neben der Samba-Gruppe bietet das Gemeinschaftszentrum unter anderem Graffiti-Kurse oder Ballett an. Natürlich wird auch Straßenfußball gespielt, aber mit besonderen Regeln: Es gibt keinen Schiedsrichter, stattdessen legen die Kinder ihre Regeln mit Hilfe eines Vermittlers selbst fest. „Nach dem Spiel wird diskutiert, welches Team anhand der vorher festgelegten Kriterien gewonnen hat“, erklärt Beat „Tuto“ Wehrle , der für „terre des hommes“ die 13 Projekte von „A chance to play“ koordiniert.

Spiel, Sport und Fair Play sollen die Kinder dabei unterstützen, ihre Potenziale zu entwickeln. Gleichzeitig wird der Gemeinschaftssinn in den Favelas gestärkt. Dort, wo die Projekte angelaufen sind, sei der Erfolg messbar: „Die Mordrate sinkt, die Drogenhändler ziehen sich zurück“, sagt Wehrle. Das hilft „terre des hommes“ und seinen Partnern, den Druck auf die lokalen Regierungen zu verstärken. Mit dem Ziel, das „Recht auf Spiel“ für Kinder durchzusetzen.

htz

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