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200 Leiharbeiter wechseln nach Hannover

Verträge im Wolfsburg laufen aus 200 Leiharbeiter wechseln nach Hannover

200 Leiharbeiter von Volkswagen in Wolfsburg, deren Verträge Ende April auslaufen, sollen nach WAZ-Informationen Anfang März zu VW Nutzfahrzeuge nach Hannover wechseln können. Die Weiterbeschäftigung der übrigen Zeitarbeiter im Stammwerk ist ungewiss.

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VW-Werk Wolfsburg: 200 Leiharbeiter können nach Hannover wechseln, im Stammwerk werden ihre Verträge nicht verlängert.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Betroffen sind aktuell rund 400 Beschäftigte der Autovision, deren Verträge bei VW mit Ende des ersten Quartals auslaufen. Sie wurden gestern schichtübergreifend bei drei Veranstaltungen im Werk Wolfsburg über die Lage informiert. Für 200 Zeitarbeiter gibt es das Angebot des Unternehmens, zum 1. März ins Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge nach Hannover-Stöcken zu wechseln. Klare Ansage: In Hannover sind die Chancen auf eine Vertragsverlängerung deutlich größer als im Stammwerk. Wer sich nicht für einen freiwilligen Wechsel meldet, hat in Wolfsburg kaum noch Aussicht auf eine Weiterbeschäftigung. Das bedeutet auch: Für rund 200 Zeitarbeiter dürfte spätestens Ende April Schluss sein.

Dass ihre Zukunft in Wolfsburg ungewiss ist, war den Leiharbeitern spätestens mit Abschluss des Zukunftspakts bei VW im November klar. Darin wurde neben einem Stellenabbau auch eine deutliche Steigerung der Produktivität in der Fertigung vereinbart. „Die Leute waren nicht überrascht“, berichtete ein Teilnehmer der Versammlung gestern. Die Zeitarbeiter hätten die Nachrichten „ruhig und sachlich“ aufgenommen, auch wenn die Enttäuschung natürlich groß sei.

Das Werk Wolfsburg spürt derzeit auch die Folgen eines schleppenden Absatzes beim Bestseller Golf. „Unsere Marke Volkswagen steht beim Absatz vor allem im Heimatmarkt Deutschland unter Druck. Denn die anhaltende Diskussion über den Dieselskandal verunsichert die Kunden“, sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh in der aktuellen Ausgabe der Betriebsratszeitung „Mitbestimmen“. Für das Werk Wolfsburg hofft er, „dass nach der Produktaufwertung nun auch wieder die Bestellungen für den Golf anziehen“. Das Golf-Update steht in Deutschland kurz vor der Markteinführung.

htz

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