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VfL Wolfsburg Mit dieser Autogrammkarte beginnt eine neue Zeitrechnung
Sportbuzzer VfL Wolfsburg Mit dieser Autogrammkarte beginnt eine neue Zeitrechnung
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21:12 02.03.2015
Meister! Erst gab‘s die Plakette für den Oberliga-Titel (l. in den Händen von Uwe Koschinat), dann folgte der Aufstieg in die 2. Liga. Nach dem Sprung in die 2. Liga ließ der VfL erstmals Autogrammkarten (r.) herstellen.

Vor der Saison 1991/92 war der damals 21-jährige Kleeschätzky vom MTV Gifhorn zum VfL gekommen, wurde eine feste Größe neben den Offensivhelden Siggi Reich und Frank Plagge, dem Kapitän Olaf Ansorge und Routiniers wie Heiner Pahl. Souverän holte dieses Team die Drittliga-Meisterschaft (Oberliga Nord hieß das damals) und qualifizierte sich wieder einmal für die Aufstiegsrunde zur 2. Liga.

2. Liga - das war das große Ziel der VfL-Fußballer, die sich ein gutes Jahr zuvor mit Abteilungsleiter Manfred Aschenbrenner, Liga-Obmann Peter Pander und Trainer Uwe Erkenbrecher völlig neu aufgestellt hatten.

Mehrmals war der VfL in den Jahren zuvor in der Aufstiegsrunde gescheitert, das entscheidende letzte Spiel im Juni 1992 findet gegen den FC Berlin statt. Kleeschätzky muss am Vormittag an der Techniker-Schule eine Klausur im Fach Elektrotechnik schreiben. Vollprofitum gab‘s in Wolfsburg nicht. Erst trifft Siggi Reich, dann trifft Jacek Frackiewicz, das Gegentor stört nicht, denn ein Unentschieden hätte gereicht. 2:1 gewonnen, Sektfontänen spritzen. Nach den kurzen Zweitliga-Stippvisiten 1974/75 und 1976/77 beginnt eine neue Zeitrechnung - der VfL ist diesmal so richtig im Profifußball angekommen.

Dass er dort bis heute geblieben ist, hatten ihm viele damals nicht zugetraut. Ähnliches gilt für Kleeschätzky: Reicht‘s für die 2. Liga? Kleeschätzky schoss das entscheidende 2:1 beim ersten Zweitliga-Heimspiel 1992 gegen Oldenburg, absolvierte bis 1997 86 Liga-Partien. Dann kam der nächste Aufstieg. Reicht das für Kleeschätzky? 20 Mal war er in der ersten Bundesliga-Saison dabei, sechs weitere Spiele folgten. Kleeschätzkys Rekord könnte einer für die Ewigkeit sein: Er ist der einzige Spieler in der VfL-Geschichte, der für Wolfsburg in den obersten drei Ligen am Ball war.

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