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Makiadi: Der VfL ist zu Recht Vorletzter

VfL Wolfsburg Makiadi: Der VfL ist zu Recht Vorletzter

Vor sechs Jahren bewahrte Cedrick Makiadi den VfL vor dem Abstieg in die 2. Liga. Morgen kommt er mit dem SC Freiburg nach Wolfsburg und könnte seinem Ex-Verein einen gehörigen Stoß in den Tabellenkeller versetzen. Vor dem Duell in der Fußball-Bundesliga sprach WAZ-Sportredakteur Robert Schreier mit dem Mittelfeldspieler.

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Legendär: 2006 rettete Cedrick Makiadi (M.) den VfL am letzten Spieltag vor dem Abstieg in die 2. Liga.

WAZ: Wenn man auf die Tabelle schaut, kommt Freiburg als Favorit nach Wolfsburg - sind Sie überrascht?
Makiadi: Dass wir Favorit sind, würde ich so nicht sagen. Aber wenn eine Mannschaft nach sieben Spieltagen Vorletzter ist, dann steht sie zurecht dort. Die Tabelle nimmt langsam Gestalt an, und sie lügt nicht.

WAZ: Können Sie sich vorstellen, dass der VfL langfristig dort unten steckt?
Makiadi: Eigentlich darf es nicht so weit kommen, bei der Qualität im Kader. Aber man darf sich auch keine Illusionen machen. Qualität ist nicht das Entscheidende. Man muss sie auch auf dem Platz umsetzen können. Viele Mannschaften haben schon erlebt, dass plötzlich eine Eigendynamik entsteht, und der Abstiegskampf wird zum Dauerzustand. Bei Berlin war das ja auch so...

WAZ: Ihre Frau ist Wolfsburgerin, was bekommen Sie aus der Stadt derzeit mit?
Makiadi: Ich habe tatsächlich noch viele Freunde in Wolfsburg. Wenn wir telefonieren, heißt es immer: Na, bei euch läuft es ja ganz gut, aber der VfL ist noch gar nicht in Tritt. Man spürt die Sorgen.

WAZ: Für Wolfsburg ist dieses Spiel enorm wichtig, der Druck ist immens. Wie nimmt der Gegner das wahr?
Makiadi: Wir bekommen das natürlich mit. Aber wir haben auch eigene Probleme. Wir hatten zwei Spiele, in denen wir geführt haben, die bessere Mannschaft waren und die doch verloren gingen. Die letzte Partie haben wir Gott sei dank gewonnen. Wir sind auswärts noch ohne Sieg und wissen, dass der VfL enorm unter Druck steht. Es wird ein schwieriges Spiel, aber wir fahren dennoch dorthin, um zu punkten.

WAZ: Wird‘s gegen einen verunsicherten Gegner noch leichter?
Makiadi: Nein, wir sind nicht der FC Bayern, der sagen kann, dass wir gegen Wolfsburg locker gewinnen wollen. Wir müssen schon an unsere Leistungsgrenze gehen. Dann aber haben wir gute Chancen.

WAZ: Der VfL hat Probleme in der Offensive. Stellt sich der SC Freiburg hinten rein oder spielt er frech mit?
Makiadi: Ich kenne die Marschroute noch nicht, aber es ist immer so, dass wir agieren wollen, egal, wo wir spielen. Wir richten uns nicht so sehr nach dem Gegner, sondern wollen unser Spiel durchbringen. Wir werden natürlich auf die Defensive achten, aber auch nach vorn spielen.

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