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VfL Wolfsburg Magath innovativ: VfL trainiert Speerwurf
Sportbuzzer VfL Wolfsburg Magath innovativ: VfL trainiert Speerwurf
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11:58 22.09.2011
Außergewöhnliche Einheit: Speerwurf-Weltmeister Matthias de Zordo (Bild rechts) zeigt sein Können, die VfL-Profis (Bild links) lauschen Bundestrainer Boris Henry. Quelle: Photowerk (bs)

Es ging schon Vormittags mit einem Athletik-Vortrag von Bundestrainer Boris Henry los. Am Nachmittag ging‘s auf den Trainingsplatz: Kurzes Warmlaufen mit dem Weltmeister, dann kamen die Speere ins Spiel, dann kam der Spaß dazu. So recht traute sich zunächst kein VfLer (Henry: „Nicht alle auf einmal“), Kapitän Christian Träsch schritt voran – und zeigte ungeahntes Talent: „Wieso kannst du das so gut? Du hast doch nur Micky-Maus-Oberarme“, flachste Stürmer Patrick Helmes.

De Zordo: „Auf die Kraft kommt es nicht an. Ich habe in der Weltspitze auch nicht die meiste, mache es mit der richtigen Technik wett.“ Träsch kam am weitesten, knackte als einziger die 40-Meter-Marke, erklärte es nach knappem Zweikampf mit Keeper André Lenz, Jung-Profi Bjarne Thoelke und Helmes wie folgt: „Mich hat schon der Ehrgeiz gepackt.“ Coach Felix Magath braucht allerdings keine Angst zu haben, dass sein Kapitän die Sportart wechselt. Er sagte grinsend: „Es ging auch darum, was man als Speerwerfer so verdient…“

Die beste Figur machte übrigens nicht Träsch, sondern Thoelke. „Den Speer ganz locker halten“, so sein Erfolgsrezept: „Vielleicht bin ich so etwas wie ein Naturtalent.“

Alle VfLer trauten sich nicht an das ungewohnte Trainingsgerät, zeigten sich dafür umso beeindruckter von de Zordos Einwurf-Künsten. Oder sie hatten etwas Angst vor den Versuchen von Torwarttrainer Andreas Hilfiker, dessen weit gestreute Würfe für Schrecken sorgten – und für Lacher: „Alle weg“, kam es aus dem Kreis der Mannschaft.

Teaminterne Wetten gab‘s nicht, Magath hatte einen Favoriten: „Alex Madlung.“ Der VfL-Coach war jedenfalls zufrieden: „Ich habe für mich einiges mitgenommen.“

hot/eh