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Aktuell Klartext von Ex-Kapitän Josué

VfL Wolfsburg Klartext von Ex-Kapitän Josué

2009 führte er den VfL als Kapitän zum Titel, danach verlor Josué die Binde und den Stammplatz. Bei Felix Magath ist der kleine Brasilianer wieder Chef im Mittelfeld. Im Trainingslager des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten bewies der 31-Jährige im Pressegespräch, wie sehr er gerade wieder aufblüht.

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WAZ: Magath ist wieder da, wird der VfL jetzt wieder ganz oben angreifen?
Josué: Das ist die falsche Denkweise. Wir hatten in den vergangenen zwei Jahren große Probleme. Wir haben immer gesagt, dass wir in die Champions League wollen. Dann hatten wir darauf keine Chance mehr. Dann hieß das Ziel Europa League. Das war dann wieder kaputt. Letztlich sind wir fast abgestiegen. Wir dürfen jetzt nicht an die großen Ziele denken und schon von Europa reden. Es ist besser für uns, wenn wir von Spiel zu Spiel denken.

WAZ: Wären Sie gern wieder Kapitän?
Josué: Wenn Magath morgen zu mir kommt und mich fragt, ob ich wieder Kapitän sein will, sage ich Ja. Aber Marcel Schäfer ist ein guter Kapitän. Wir haben da kein Problem. Mit Hasan Salihamidzic ist noch weiterer erfahrener Spieler dazugekommen. Er ist ein Chef. Marcel ist es auch. Und ich bin auch einer.

WAZ: Diego ist nur noch Trainingsgast. Sprechen Sie viel mit ihm?
Josué: Ja, er ist ein Freund. Die Situation ist schwierig; für Felix Magath, für Diego, für Wolfsburg. Diego weiß, dass er einen großen Fehler gemacht hat, den hat er zugegeben. Aber Disziplin ist eben wichtig. Für mich wäre es besser, wenn er bleiben würde. Aber Magath entscheidet.

WAZ: Hätte ein anderer Trainer Diego verziehen?
Josué: Vielleicht ja. Aber das Problem hier ist: Du hast einen großen Trainer und einen großen Spieler. Das Problem liegt allein zwischen diesen beiden.

WAZ: Hat ihm die Mannschaft verziehen?
Josué: Ich weiß es nicht. Ich habe verziehen. Die anderen wissen, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Aber Diego hat große Qualität.

WAZ: Ist der VfL ohne Diego schlechter?
Josué: Diego ist wichtig für die Mannschaft. Wenn er geht, dann brauchen wir eine neue Nummer 10.

WAZ: Wenn auch Diego geht, sind Sie der einzige Brasilianer beim VfL...
Josué: Ja, das stimmt. Ich bin bald allein. Es wäre natürlich schöner, wenn Grafite noch da wäre. Aber er ist zufrieden. Und meine Familie und ich fühlen uns in Wolfsburg auch immer noch sehr wohl. Wir haben viele andere brasilianische Freunde, die bei VW arbeiten oder in der Stadt. Wir sind immer eine kleine Gemeinde. Ich mache immer alles mit der Familie; auch Fußball spielen.

WAZ: Wie gut ist Ihr Sohn Caua?
Josué (lacht): Er hat viel Talent. Er ist jetzt sechs und spielt beim VfB Fallersleben. Sie spielen immer nur fünf gegen fünf, aber er ist im Mittelfeld, so wie ich. Wenn ich die Zeit habe, schaue ich ihm immer beim Training oder bei den Spielen zu.

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