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VfL Wolfsburg Ivica Olic: „Ich komme gern zurück“
Sportbuzzer VfL Wolfsburg Ivica Olic: „Ich komme gern zurück“
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00:20 13.12.2015
Rückkehr in die VW-Arena: Ex-VfL-Torjäger Ivica Olic (h.) gastiert mit dem HSV am Samstag in Wolfsburg (v. Vieirinha). Quelle: Imago
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Vor seiner Rückkehr sprach der Tor-Opa, wie ihn viele Fans hier liebevoll gerufen hatten, mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel über den VfL, den HSV und einen Winter-Wechsel.

WAZ: Sie sind mittlerweile 36 Jahre alt - sind Sie immer noch so fit wie zu VfL-Zeiten?

Olic: (lacht) Ja, aber zurzeit schmerzt mein Knie ein bisschen. Privat passt zwar alles, aber sportlich zurzeit nicht so ganz. Ich spiele zu wenig.

WAZ: Haben Sie am Dienstagabend den Wahnsinns-Sieg des VfL in der Champions League gegen Manchester United gesehen?

Olic: Klar, das war überragend - ein geiles Spiel über 90 Minuten. Besonders der Spielzug vor dem Vieirinha-Tor war stark, das war im Stile des großen FC Barcelona.

WAZ: Haben Sie sich spätestens da geärgert, dass Sie den VfL verlassen haben?

Olic: Nein, ich habe mich im vergangenen Winter entschieden, zum HSV zurückzukehren. Als ich ging, war der VfL auch ganz weit oben. Ich wusste, dass sie in dieser Saison in der Champions League spielen könnten. Aber meine Familie und ich haben so entschieden, weil der Plan ist, dass wir nach der Karriere in Hamburg bleiben wollen. Zudem wollte ich dem HSV im Abstiegskampf helfen.

WAZ: In der Rückrunde der vergangenen Saison waren Sie beim HSV noch gesetzt, jetzt sind Sie Bankdrücker. Wie weh tut das?

Olic: Zunächst einmal läuft es für die Mannschaft viel besser als in der vergangenen Saison. Dass ich nicht spiele, ist mein Problem. Natürlich bin ich enttäuscht darüber.

WAZ: Es heißt, dass Sie im Winter in die USA wechseln könnten.

Olic: Wenn sich im Winter die Möglichkeit ergibt, in die MLS zu wechseln, werde ich das machen.

WAZ: Doch zunächst einmal kehren Sie am Samstag erstmals wieder in die VW-Arena zurück. Wie groß ist die Vorfreude, schließlich waren Sie beim VfL ein Fanliebling?

Olic: Ich habe keine Ahnung, wie die Fans mich empfangen. Egal, wo ich gespielt habe, ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben. Viele VfL-Fans waren vielleicht traurig, als ich gegangen bin, aber ich habe der Mannschaft damals ja nicht geschadet, denn in der Rückrunde haben die Jungs weiterhin einen Super-Fußball gespielt. Klar ist aber: Ich komme gern zurück.

WAZ: Zu welchem Ihrer Ex-Mitspieler haben Sie noch Kontakt?

Olic: Ich will jetzt keinen persönlich nennen, aber Kontakt zu einigen ist noch da. Auch zu Trainer Dieter Hecking, ab und an schreiben wir uns mal eine SMS.

WAZ: Was schreibt man sich da so?

Olic: (schmunzelt) Es sind private Dinge, ich hatte zu Hecking immer einen guten Draht. Für mich ist‘s normal, dass ich ihm mal zu einem tollen Spiel oder zu seinem Geburtstag gratuliere. Auch nach dem Pokalsieg habe ich ihm geschrieben. Der VfL hat eine überragende Saison gespielt und ist jetzt auf dem Weg, das auch in der neuen Spielzeit zu bestätigen.

WAZ: Wer gewinnt denn am Samstag das Duell?

Olic: (grübelt) Wolfsburg ist zu Hause bärenstark. Der Sieg gegen ManUnited sorgt für noch mehr Selbstbewusstsein, andererseits hat der Erfolg auch Kraft gekostet. Und das wollen wir nutzen.

WAZ: Haben Sie Ihrem Trainer Bruno Labbadia schon verraten, wie man den VfL schlagen kann?

Olic: Nein, Bruno konnte den VfL zuletzt oft im Fernsehen sehen. Heutzutage ist‘s schwer, einen Gegner zu überraschen, weil jeder Klub fast alles über seinen Gegner weiß. Allerdings: Aufpassen müssen wir besonders bei Wolfsburger Standards. Da hat der VfL einen überragenden Spieler.

WAZ: Sie meinen Wolfsburgs Abwehrchef Naldo...

Olic: Ja, klar. Ihn bei Flanken zu verteidigen, ist brutal schwer. Ich sage immer: Naldo hat einen überragenden Schuss, aber noch besser sind seine Kopfbälle. Die sind so hart wie andere schießen können...

eh

Trainer Dieter Hecking wusste schon im Sommer, dass die VfL-Kontrahenten nach dem vergangenen Super-Jahr der Wolfsburger anders gegen den Pokalsieger spielen werden als noch in der Vergangenheit. Er pochte darauf, dass sein Team mehrere Systeme spielen können muss.

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