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VfL Wolfsburg Erbärmlich schwach: Eine Mannschaft löst sich auf
Sportbuzzer VfL Wolfsburg Erbärmlich schwach: Eine Mannschaft löst sich auf
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23:00 24.04.2016
Schlimmer als der VfL kann man nicht starten: Alfred Finnbogason erzielte mit dem ersten Augsburger Angriff das 0:1 - nach 46 Sekunden. Quelle: Imago

Was ansonsten beim erbärmlich schwachen 0:2 (0:1) des VfL am Samstag gegen den FC Augsburg passierte, fiel ebenfalls in die Kategorie „Denn sie wissen nicht, was sie tun“. 27.300 Menschen sahen zu, als die Auflösung einer Mannschaft ihre nächste Stufe erreichte.

Drei Spiele muss Wolfsburgs Fußball-Bundesligist noch absolvieren, dann ist er von dieser komplett verkorksten Saison erlöst. Die Tore von Alfred Finnbogason und Halil Altintop am Samstag machten endgültig klar, was seit dem 0:3 des VfL vor gut drei Wochen in Leverkusen gefühlt ohnehin schon feststand: Diese Rückrunde gehört zum Schlimmsten, was der VfL seit der Meisterschaft angeboten hat, die Chance auf Europa ist weg. Ein paar VfLer traten nach dem Sturz auf Platz zehn (!) tapfer vor die Kameras und Mikrofone. Wie ist es, nach so einem Spiel auch noch darüber reden zu müssen? Maxi Arnold: „Es ist zum Kotzen.“ Er selbst war zwar auch nicht gut („Ich hab‘ schon bessere Spiele gemacht“), aber wenigstens nicht so apathisch-teilnahmslos wie etwa Rodriguez oder Gustavo in dieser Partie wirkten. Beide müssen sich nach so einem Spiel den Vorwurf gefallen lassen, dem VfL innerlich schon längst den Rücken gekehrt zu haben. Gustavo musste früh raus, weil „er am meisten mit sich gerungen hat“, wie Trainer Dieter Hecking erklärte. Um was gerungen? Offenbar um die richtige Einstellung zu seinem Job. Dass öffentlich über Abgänge am Saisonende diskutiert werde, sei normal „und bei anderen Vereinen auch so“, meinte Hecking. An der Spekulation, ob das die Spieler lähme, wolle er sich „nicht beteiligen“.

Und was ist mit Hecking? „Es ist berechtigt, den Trainer zu hinterfragen“, so der VfL-Coach, „aber diese Frage wird ausschließlich von außen hereingetragen.“ Er habe mit Manager Klaus Allofs „intern alles besprochen.“ Und die Richtung ist klar: Hecking soll den Umbruch bewerkstelligen, wenn im Sommer entscheidende Teile des Spielerkaders ausgetauscht werden. Neben Gustavo und Rodriguez stehen mit Max Kruse, möglicherweise Bas Dost oder André Schürrle namhafte Spieler auf der Liste möglicher Abgänge. Schürrle, am Samstag gelbgesperrt, befeuerte die Diskussion um einen Abschied im Sky-Halbzeitinterview selbst: „Wir haben noch wichtige Spiele, dann müssen wir über die Zukunft sprechen. Es ist klar, dass es Veränderungen geben wird.“

apa/mäk

Vielleicht war es ganz gut, dass Klaus Allofs am Samstag wegen seiner Innenraumsperre nicht wie gewohnt nach dem Spiel vor die Medien treten konnte. Der Manager des VfL hätte nach dem 0:2 gegen Augsburg wenig sagen können, was er nicht auch eine Woche zuvor nach dem 2:3 in Bremen gesagt hatte.

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