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Aktuell Dzeko gab Tipps beim Kaffee: Lakic trägt jetzt seine Nummer 9

VfL Wolfsburg Dzeko gab Tipps beim Kaffee: Lakic trägt jetzt seine Nummer 9

Bereits im vergangenen Winter hatte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist Srdjan Lakic für die neue Saison verpflichtet. Die Fans seines Ex-Klubs 1. FC Kaiserslautern waren daraufhin sauer, beschimpften den Kroaten, nachdem der sich mit einem VfL-Trikot hatte ablichten lassen. Doch der Stürmer fing sich nach einer kurzen Torflaute wieder. Im Interview mit der WAZ spricht der Nationalspieler über seinen neuen Klub, Wolfsburgs ehemaligen Superstürmer Edin Dzeko und seine Ziele.

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Schuften beim neuen Verein: Stürmer Srdjan Lakic ist beim VfL gleich mittendrin.

Quelle: Photowerk (bb)

WAZ: Herr Lakic, wie groß war Ihre Angst, dass Sie von einem Erst- zu einem Zweitligisten wechseln?
Lakic: Ich gebe zu, diese Zeit, als Wolfsburg um den Klassenerhalt gekämpft hat, war nicht einfach für mich. Aber ich habe immer an Wolfsburg geglaubt und denke, dass solch ein Abstiegskampf die Mannschaft nur stärker gemacht hat.

WAZ: Und wie war das für Sie, als Sie in Lautern zum Buhmann wurden?
Lakic: Schauen Sie, ich habe 16 Tore in der Liga geschossen, ich war beliebt bei den Fans. Klar, es gab eine kurze Zeit, in der komische Sachen passiert sind, in der alles gegen mich lief. Aber ich habe mich da wieder herausgespielt, habe meine Tore für Lautern gemacht. Auch für mich war das ein Jahr, das mich stärker gemacht hat.

WAZ: Als Ihr Wechsel feststand, haben Mario Mandzukic und Sie häufiger miteinander telefoniert. Wer hat in dieser Zeit wen mehr beruhigen müssen?
Lakic (schmunzelt): Ich ihn. Aber nicht, weil er in einer schwierigeren Situation war als ich. Ich habe einfach gespürt, dass er Unterstützung braucht. Er konnte sich am Anfang beim VfL nicht richtig beweisen, aber dann hat er allen gezeigt, dass er ein richtig guter Stürmer ist.

WAZ: 16 Tore in der Liga, sieben Treffer im Pokal – spüren Sie eigentlich großen Druck für die neue Saison?
Lakic: Ich verstecke mich nicht. Ohne Druck Fußball zu spielen, das will ich gar nicht. Aber ich denke noch nicht an die Saison, sondern beschäftige mich mit der Gegenwart – und das ist die Vorbereitung auf die neue Saison.

WAZ: Haben Sie solch eine harte Vorbereitung wie unter Felix Magath schon einmal erlebt?
Lakic: Man hört ja vieles, die Leute erzählen ja gern. Aber ich habe nicht alles geglaubt. Mir gefällt Magaths Art. In Lautern hatten wir auch eine lange und harte Vorbereitung. Am Ende hat sich das ausgezahlt. Ich laufe vor harter Arbeit nicht weg, ich will erfolgreich sein. Dafür mache ich lieber einen Meter mehr als einen zu wenig.

Am Montag hatte Felix Magath angekündigt, dass im Trainingslager in Oeversee die Voraussetzungen stimmen, um sich richtig verausgaben zu können. Gesagt, getan. Gestern wurde der Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg dann zu Quälix Magath. Vor und nach dem Frühstück nahm er seine Spieler hart ran.

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WAZ: Mit Grafite und Edin Dzeko hatte der VfL sehr erfolgreiche Stürmer, die beide Torschützenkönig geworden sind. Ist es schwer, in solche Fußstapfen zu treten?
Lakic: Das ist schön zu wissen, aber ich messe mich mit keinem. Ich versuche mein Bestes zu geben, um erfolgreich zu sein.

WAZ: Sie tragen die Nummer 9, die Nummer, die auch Dzeko beim VfL hatte. Haben Sie mal mit ihm über Wolfsburg gesprochen?
Lakic: Ja, das ist noch gar nicht lange her. Wir haben uns vor ein paar Wochen bei mir zu Hause in Dubrovnik zum Kaffee getroffen.

WAZ: Und was hat er Ihnen über den VfL erzählt?
Lakic: Eigentlich nur Positives. Das, was er mir gesagt hat, habe ich in meinen ersten Tagen schon erlebt. Mir hat es sehr gefallen, was ich hier vorgefunden habe. Ich freue mich jetzt umso mehr, dass ich mich für den VfL entschieden habe.

WAZ: Warum haben Sie sich für die Nummer 9 entschieden?
Lakic: Das ist meine Nummer. Ich will es nicht überbewerten, aber diese Zahl bedeutet mir schon etwas. Damit habe ich meine erfolgreichste Zeit im Fußball erlebt. Deswegen freut es mich, dass ich sie auch in Wolfsburg bekommen habe.

WAZ: Sind Sie abergläubig?
Lakic: Nein. Mir bedeuten andere Sachen viel. Ich bin religiös, ich glaube, ich bete. Das sind für mich ganz wichtige Dinge.

WAZ: Was machen Sie, wenn Sie mal nicht Fußball spielen?
Lakic: Unser Sohn Rafael ist zwei Jahre alt. Ihm widmen meine Frau Antonija und ich unsere Aufmerksamkeit. Ich denke, dass der Kleine bald mit dem Fußballtraining beginnen kann... Meine Familie stand immer hinter mir. Wir haben jetzt in Wolfsburg eine Wohnung bezogen. Aber in zwei, drei Monaten werden wir in ein Haus ziehen. Dann ist alles perfekt.

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