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VfL Wolfsburg Die Bundesliga-Chance für den Jungen aus Wahrenholz
Sportbuzzer VfL Wolfsburg Die Bundesliga-Chance für den Jungen aus Wahrenholz
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22:33 12.10.2011
Bundesliga-Debüt rückt näher: Bjarne Thoelke.
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Am Dienstag war der Brasilianer nicht auf dem Platz und auch gestern konnte er nicht mit der Mannschaft trainieren. „Er läuft“, gibt sich VfL-Coach Felix Magath bei Nachfragen zugeknöpft. Muskuläre Probleme machen Chris, der wegen einer Rücken-OP fast ein Jahr kein Spiel mehr über 90 Minuten bestreiten konnte, zu schaffen. Ob er rechtzeitig fit wird, ist völlig offen. „Ich kann nicht in die Zukunft schauen“, so Magath.

Sollte Chris tatsächlich weiter ausfallen, läuft alles auf Thoelke als Nebenmann von Alexander Madlung hinaus. Sotirios Kyrgiakos und Marco Russ sind beide noch gesperrt, Simon Kjaer und Arne Friedrich sind weg. Auf einmal ist der Wahrenholzer der neue Hoffnungsträger in der VfL-Abwehr. „Aber ich kann noch nicht sagen, ob er spielt“, erklärt Magath, der jedoch große Stücke auf Thoelke hält: „Von seiner Veranlagung her wird er seinen Weg machen.“

Es könnte also wirklich passieren, dass Thoelke nur vier Tage nach seiner Vertragsunterschrift gleich in der Arena auflaufen darf. Bislang stehen für ihn nur 15 Partien in der Regionalliga-Elf des VfL zu Buche. „Aber ich würde es mir zutrauen“, erklärt der 19-Jährige, „sonst wäre ich nicht hier.“ Bestimmt werde er zu Beginn etwas nervös sein, „aber das ist doch normal“. Ob Thoelke spielt, wird Magath wohl erst kurzfristig entscheiden – es sei denn, der angeschlagene Chris nimmt ihm die Entscheidung ab.

tik

Thoelke: Sein erstes Gehalt geht an die Schwestern

Jung und dynamisch – in dieser Woche hat sich für Bjarne Thoelke ein Traum erfüllt. Der 19-Jährige hat einen Profivertrag unterschrieben. Mit ihm hat der VfL wieder ein Talent aus der Region in seinem Kader, denn Thoelke kommt aus Wahrenholz im Kreis Gifhorn.

Sein Talent wurde ihm in die Wiege gelegt: Er stammt aus einer sportbegeisterten Familie. Seine Schwestern Fenja und Svantje spielen ebenfalls Fußball. „Und Handball“, ergänzt der Defensivmann. Durch die viele Fahrerei zum Training in den vergangenen Jahren kamen seine Geschwister aber ab und an mal zu kurz. Jetzt soll sich das ändern. „Ich habe ihnen versprochen, dass ich sie von meinem ersten Profigehalt zum Shoppen einlade“, verrät der Abwehrmann, der im vergangenen Jahr mit der A-Jugend des VfL deutscher Meister geworden war.

Seine Mama Wiebke (spielte Handball) und sein Papa Walter seien seine größten Kritiker, erzählt Thoelke, „auf der anderen Seite waren sie auch immer meine größten Unterstützer.“

Bald hat die Fahrerei zum Training ein Ende, bald kann er selbst fahren. „Ich mache gerade meinen Führerschein“, so Thoelke, dessen Vorbild NBA-Basketball-Superstar Dwight Howard (Orlando Magic) ist. Warum gerade er? „Ich mag seine Spielweise, zudem ist er als bester Defensivspieler ausgezeichnet worden.“

Hinten abräumen, dann das Spiel eröffnen – das mag auch Thoelke, dessen Verbundenheit zu seinem Ex-Verein VfL Wahrenholz immer noch groß ist. Ab und an schaut er sich ein Bezirksliga-Spiel des Klubs an. „Ich habe da noch viele Freunde“, erzählt der Jung-Profi, der jetzt auf den nächsten Schritt in seiner Karriere wartet – auf den ersten Einsatz in der Bundesliga.

eh/tik

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