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VfL Wolfsburg Der SSV hat heute den VfL zu Gast
Sportbuzzer VfL Wolfsburg Der SSV hat heute den VfL zu Gast
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22:50 05.09.2011
Für viele Vorsfelder wird‘s ein großer Abend: Am Sonntag hatte der SSV noch in der Landesliga gegen Eintracht Northeim gewonnen (l. Bild, r.), heute verspricht Trainer Holger Ballwanz (r. Bild) schmunzelnd Ähnliches gegen die Profis.

„Jetzt wollen wir auch gegen den VfL ohne Gegentor bleiben“, flachst Kapitän Jan Ademeit. Und was ist wirklich vom SSV zu erwarten? „In der Liga haben wir erst jetzt angefangen, Fußball zu spielen, haben gegen zwei Top-Teams gezeigt, was geht, wenn wir kämpfen und als Einheit auftreten“, sagt Ademeit. „Gegen den VfL wollen wir das Spiel vor allem genießen.“

Vorsfeldes Trainer Holger Ballwanz, Ex-Profi und seit langem Fanbeauftragter des Bundesligisten, ist ein echter VfL-Insider. „Ich kenne die Mannschaft ja und weiß, wo ihre Schwächen sind...“, meint er deshalb schmunzelnd. „Wir freuen uns natürlich auf dieses Spiel, für jeden meiner Jungs ist das ein Highlight – deshalb wird jeder genug Einsatzzeit bekommen.“

Das wird auch Christoph Gehrmann gefallen, denn ihm war in fünf Saisonspielen verletzungsbedingt bisher nur ein 28-Minuten-Kurzeinsatz vergönnt. Der reichte allerdings, um aus dem Pechvogel einen Glückspilz zu machen – Gehrmann erzielte am Sonntag den erlösenden Siegtreffer gegen Northeim.

Und heute? „Für mich geht‘s schon zum zweiten Mal gegen den VfL, aber es ist natürlich immer eine schöne Sache, gegen Profis spielen zu dürfen“, sagt der Spielmacher. „Vielleicht schaffe ich es ja, ein Trikot abzusahnen...“ Oder er trifft sogar im großen Testspiel.

Heute löst Felix Magath eine alte Schuld ein. Denn das Testspiel des VfL in Vorsfelde ist das zweite Ablösespiel für Mike Könnecke, der 2008 vom SSV zum großen Nachbarn nach Wolfsburg gewechselt war.

Beim Transfer wurde damals mit Magath vereinbart, dass der VfL zwei Spiele beim SSV austrägt. Eines ging sofort über die Bühne. Auf das andere musste bis heute gewartet werden. „Ich kann ja nichts dafür, dass man das vereinbarte Spiel hier zwei Jahre lang nicht gemacht hat“, sagt Magath. „Ich habe es damals selbst vereinbart, also ist es eine Selbstverständlichkeit, dieses Spiel jetzt auszutragen.“

Lange hatte es so ausgesehen, als ob diese zweite Partie gar nicht mehr zustande kommt. Als Magath als Trainer zum VfL zurückkehrte, erinnerte der SSV per Brief an die ausstehende Abmachung. „Den“, so Magath, „hätte es aber gar nicht gebraucht“. Für den Coach ist dieses Spiel auch eine Ehrensache.

rs