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Aktuell 7 Thesen zur Zukunft des VfL Wolfsburg

Diskutieren Sie mit uns über den VfL 7 Thesen zur Zukunft des VfL Wolfsburg

Die Trennung von Felix Magath ist mehr als ein „normaler“ Trainerwechsel in der Fußball-Bundesliga. Denn der VfL Wolfsburg muss sich jetzt - wieder einmal - neu erfinden. Worauf kommt es dabei an? Was ist bei den anstehenden Entscheidungen wichtig? Wir haben sieben Thesen zu diesem Thema aufgestellt, die zum Teil bewusst provozierend formuliert sind. Und wir möchten Sie ausdrücklich zum Widerspruch auffordern.

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Der Aufsichtsrat braucht mehr Fußball-Kompetenz
Neun Mitglieder hat der Aufsichtsrat (AR) des VfL, Entscheidungen trifft aber nur das vierköpfige AR-Präsidium, in Absprache mit VW-Chef Martin Winterkorn, der kein offizielles Amt beim VfL hat. Im Gegensatz zur Vor-Winterkorn-Ära sitzen jetzt in diesem Gremium immerhin Leute, die sich ehrlich und ernsthaft für Fußball interessieren. Aber das reicht nicht. Nichts spricht dagegen, sich Fußball-Kompetenz in dieses Gremium zu holen – sei es durch Bundesliga-Urgesteine wie Reiner Calmund oder ehemalige wichtige VfL-Funktionsträger wie Klaus Fuchs.

Der VfL braucht einen jungen, unbekannten Trainer
Bernd Schuster? Rafael Benitez? Pep Guardiola? Alles Blödsinn! Der VfL braucht jetzt keinen großen Trainernamen, sondern einen Trainer mit einer Idee, wie der VfL Fußball spielen soll. Idealerweise ein junger, unverbrauchter, unbekannter Trainer, der mit dem VfL wächst und so eine authentische Verbindung schafft. Das klingt wie „the next Jürgen Klopp“, aber genau das würde dem VfL guttun. Ein Drittliga-Trainer wie Claus-Dieter Wollitz? Ein in Deutschland wenig bekannter Mann wie Gerald Vanenburg? Einer wie Heiko Vogel (zuletzt Basel)? Warum nicht. Oder noch besser: Einer, auf dessen Namen wir jetzt alle noch nicht kommen.

Ein Abstieg wäre keine Katastrophe
Der VfL war Letzter, das macht einen möglichen Abstieg zum Thema. Aus VW-Sicht wäre das eine Katastrophe. Wäre es das wirklich? Nein! Zweimal hat der VfL jetzt fast seine komplette gewachsene Struktur durch das Alleinherrscher-Modell Magath vernichten lassen, einmal mit Erfolg, einmal ohne. Die Folgen waren jeweils dieselben – wie 2009 ist auch jetzt ein kompletter Neuaufbau nötig. Der kann unter Umständen in der 2. Liga erfolgreicher gelingen, beispielsweise mit talentierten Spielern aus dem eigenen Nachwuchs.

Talente hier aufbauen
Sebastian Polter glänzt als Torschütze in der U-21-Auswahl und als Joker in Nürnberg; Tolga Cigerci bekommt seine Einsatzzeiten in Mönchengladbach; Cedrick Makiadi ist in Freiburg längst zu einer festen Bundesliga-Größe geworden. Solche Spieler, in der Jugend des VfL ausgebildet, müssen künftig in Wolfsburg gehalten und aufgebaut werden. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass die für viele Millionen gekauften Spieler nicht unbedingt besser sind. Die erfolgreiche VfL-A-Jugend zeigt, dass es genug Talente gibt, mit denen es sich hier zu arbeiten lohnt.

Identifikation schaffen
Mal wieder sucht der VfL einen Manager. Die Idee Thomas Strunz hat nicht funktioniert, die Idee Dieter Hoeneß wurde bei der ersten großen Krise verworfen. Die nächste Idee muss eine gute sein – der VfL braucht endlich wieder jemanden, der länger bleibt als der Trainer, der dem Verein ein Gesicht gibt und der Identifikation schafft. Warum nicht jemanden mit VfL-Vergangenheit? Warum nicht einem Ex-Spieler die Chance geben, in das Amt zu wachsen? Identifikation muss jetzt wichtiger sein als die Erfahrung. Und: Wo steht eigentlich geschrieben, dass Wolfsburg jedes Jahr um die Europacup-Plätze spielen muss? Auch eine vernünftige Bescheidenheit kann Identifikation schaffen!

Der Irrsinn mit den Transfer-Millionen muss aufhören
Wer zählt die Millionen, wer nennt die Namen? Der VfL ist in den letzten Jahren zum Durchlauf-Erhitzer für irrwitzige Transfersummen geworden – Wolfsburg zahlt viel Gehalt und viel Ablöse. Damit muss Schluss sein. Profis, Vermittler und Vereine, die sich an den VW-Millionen gesundstoßen wollen, haben beim VfL nichts mehr zu suchen. Einen Edin Dzeko, dessen Verkauf die Transferbilanz schönt, gibt es nicht jedes Jahr. „Die Idee zieht das Geld“, hieß es bei VW immer. Zuletzt haben zu schlechte Ideen zu viel Geld gezogen.

Der VfL muss ein Verein zum Anfassen werden
Der VfL braucht keine Image-Kampagnen, er braucht auch keine albernen Slogans wie „Fußball ist alles“ und er braucht auch keine eingezäunten Trainingsplätze. Er braucht mehr Nähe zur Stadt und mehr Nähe zu den Menschen hier. Die vergangenen Monate haben für eine Entfremdung gesorgt – zwischen dem Verein und den Wolfsburgern; auch weil ein beliebter Spieler wie Ashkan Dejagah verkauft wurde. Patrick Helmes, Marcel Schäfer oder Diego Benaglio sind Typen, die für einen „Verein zum Anfassen“ stehen – ihre Rolle muss gestärkt werden.

von Andreas Pahlmann

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