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Sport überregional Die NBA vor den Finals: Duell der Superstars
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18:27 31.05.2017
Die Superstars des Sports: Stephen Curry (links) und LeBron James. Quelle: AP
Oakland

Jeder Experte hat genau dieses Finale erwartet, jeder Basketball-Fan fiebert seit Monaten dieser Serie entgegen. Es ist der vorläufige Abschluss einer spektakulären Basketball-Trilogie. Zum dritten Mal in Folge treffen die Cleveland Cavaliers und die Golden State Warriors in den Finalspielen der Nordamerikanischen Basketballliga (NBA) aufeinander, ein Novum in der Liga-Geschichte. Es werden intensive Duelle zwischen den Superstars der Branche. Bei den Cleveland Cavaliers der alles überragende Basketballer LeBron James, bei den Warriors Stephen Curry – alles blickt auf diese beiden.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum „Three-Match“, dem Traumfinale der besten Basketball-Liga der Welt, das in der Nacht zu Freitag (3 Uhr) startet.

Wie ist die Ausgangslage?

Beide Teams scheinen der Konkurrenz um Lichtjahre enteilt. Titelverteidiger Cleveland kassierte auf dem Weg in die NBA-Finals nur eine einzige Niederlage in 13 Spielen; Golden State, der Meister von 2015, behielt als erstes Team überhaupt in den ersten zwölf Play-off-Partien eine blütenweiße Weste. Dabei deklassierten die Warriors ihre Gegner mit durchschnittlich 16,3 Punkten Vorsprung, eine weitere historische Bestmarke. Die Serie verspricht Spannung. In der regulären Spielzeit gewannen beide Teams jeweils ihr Heimspiel.

Was spricht für die Warriors?

Fast alles. Sie haben mit Kevin Durant, Curry, Klay Thompson und Draymond Green vier All-Stars in ihren Reihen – vielleicht das beste Quartett, das je in einer Vereinsmannschaft auf dem Parkett stand. Offensive und Defensive der Warriors sind gleichermaßen überragend, auch ihre Bank ist überdurchschnittlich gut besetzt, außerdem haben sie den Heimvorteil – ein entscheidendes siebtes Spiel würde in Oakland stattfinden.

Was spricht für die Cavaliers?

Vor allem James. Der beste Spieler der Welt steht zum siebten Mal in Folge in den NBA-Finals. Um wieder den Titel zu holen, es wäre sein vierter, müssen aber auch seine All-Star-Kollegen Kyrie Irving und Kevin Love über sich hinauswachsen. Genauso müssen die Cavs ihre Stärke bei den Rebounds ausspielen und sich in der Verteidigung, über weite Strecken der Saison ein Schwachpunkt, erheblich steigern. „Das wird eine der größten Herausforderungen meiner Karriere“, sagte James. „Aber ich habe ein gutes Gefühl.“

Welche Superstars stehen im Mittelpunkt?

Unter Druck steht vor allem Kevin Durant. Der MVP (der wertvollste Spieler des Jahres) von 2014 war erst im vergangenen Sommer von Oklahoma City Thunder nach Golden State gewechselt, ausgerechnet zu dem Team, gegen das er wenige Wochen zuvor im Halbfinale knapp ausgeschieden war. Fans warfen ihm vor, den leichtesten Weg zur Meisterschaft zu wählen, doch Durant scheint mit sich im Reinen. „Ich habe zu 100 Prozent die richtige Entscheidung getroffen“, sagte er vor Beginn der Finalserie. Sollte es aber wieder nicht mit dem Titel klappen, dürfte die Kritik lauter werden denn je.

Bei den Cavaliers richten sich mal wieder alle Augen auf James. „Man kann ihn nicht stoppen. Er wird punkten, er wird andere Spieler einbinden. Deswegen müssen wir ihn so hart arbeiten lassen, wie es nur irgendwie geht“, sagte Warriors-Trainer Mike Brown vor dem Start der Finalserie in der Nacht zu Freitag. „Er darf kein einziges leichtes Spiel haben.“

Noch ohne Titel: Kevin Durant will endlich NBA-Champion werden. Quelle: AP

Für James geht es nicht nur um eine weitere Trophäe im Schrank, sondern auch um seinen Platz in den Basketball-Geschichtsbüchern: Vor ein paar Tagen überflügelte „King“ James den legendären Michael Jordan als erfolgreichsten Punktesammler in den Play-offs und trat so erneut die Diskussion los, ob er nicht nur der beste Spieler seiner Generation ist, sondern sogar der beste aller Zeiten. Viele Fans und Experten sehen Jordan noch ganz oben im Basketball-Olymp, eine vierte Meisterschaft LeBrons, noch dazu gegen die übermächtigen Warriors, könnte das Pendel in seine Richtung schwingen.

Was ist sonst noch wichtig?

Die Warriors müssen wohl auf ihren Headcoach Steve Kerr verzichten, der 51-Jährige leidet noch an den Folgen einer missglückten Rückenoperation. Die taktischen Anweisungen gibt jetzt ausgerechnet sein Assistent Mike Brown – der trainierte die Cavaliers selbst von 2005 bis 2009 und noch einmal in der Saison 2013/2014, wurde aber wegen Erfolglosigkeit entlassen.

Wo sind die NBA-Finals in Deutschland zu sehen?

Sämtliche Finalspiele, es könnten bis zu sieben werden, laufen live im Bezahlfernsehen bei Sport1 US und auf der Streaming-Plattform Dazn.

Von Sebastian Heintz

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