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Sport überregional Deutschland ist im Tour-de-France-Fieber
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18:11 30.06.2017
Topfavorit: der freifache Sieger Chris Froome. Quelle: AP
Düsseldorf

Die Radsportwelt schaut wieder auf die Tour de France. Hier sind die wichtigsten Informationen zur 104. Auflage des wichtigsten Radrennens der Welt im Überblick:

Der Favorit: Bereits dreimal gewann der Brite Chris Froome die Frankreich-Rundfahrt (2013, 2015, 2016). Auch in diesem Jahr ist er Topfavorit. „Ich muss mit dem Druck umgehen und auf das Unerwartete vorbereitet sein“, sagt Froome. Deshalb hat er seine Vorbereitung geändert. „Ich bin viel relaxter ins Jahr gestartet, habe nicht so viele Rennen bestritten wie in den vergangenen Jahren. Deshalb hoffe ich, dass ich in den drei Wochen der Tour frischer bin.“ Größtes Plus ist sein Sky-Team. Alles ist auf einen Erfolg Froomes ausgerichtet – und dafür hat der Brite die stärksten Fahrer an seiner Seite.

Die Gegner: Der stärkste Konkurrent dürfte in diesem Jahr wieder der Kolumbianer Nairo Quintana sein, der in dieser Saison den Giro d’Italia bestritt und Froome im Vorjahr unter Druck setzte. Froome fürchtet aber einen anderen Fahrer mehr: „Ich denke, dass mein größter Rivale Richie Porte sein wird. Er hat das Potenzial die Tour zu gewinnen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er es schafft.“ Aber auch der französische Kletterspezialist Romain Bardet steht beim Dominator der vergangenen Jahre auf der Liste. „Die Streckenführung passt zu Bardet“, glaubt Froome. Ambitionen haben der Italiener Fabio Aru und die Spanier Alberto Contador und Alejandro Valverde.

Die Strecke: Zwei Einzelzeitfahren, neun Sprinteretappen, alle französischen Bergmassive im Programm – die „Große Schleife“ soll den Fahrer alles abverlangen. Besonders die neunte Etappe hat es in sich: Sie führt von Nantua über den Grand Colombier und den bis zu 22 Prozent steilen Mont du Chat nach Chambéry. Das Dach der Tour ist der Col du Galibier mit 2642 Metern. Den erklimmen die Fahrer auf Etappe 17. „Es ist nicht unbedingt eine Streckenführung für mich: Es gibt weniger Bergankünfte und weniger Zeitfahrkilometer“, sagt Froome. „Es wird noch spannender für die Fans.“

Die Deutschen: 16 deutsche Radsportler gehen in Düsseldorf beim Grand Départ an den Start. Das deutsche Team Bora-Hansgrohe und das russische Katusha-Team stellen je drei, das zweite deutsche Team Sunweb zwei Fahrer aus dem eigenen Land. Als deutscher Meister geht Edelhelfer Marcus Burghardt an den Start. „Es ist fantastisch, mit dem deutschen Meistertrikot in Düsseldorf am Tourstart zu stehen. Jahrelang habe ich Helferdienste geleistet, jetzt bekam ich etwas zurück“, sagt er. Hoffnungen auf einen Etappensieg dürfen sich die Sprinter André Greipel und Marcel Kittel machen. Tony Martin ist Anwärter auf einen Erfolg im Zeitfahren. Auf Emanuel Buchmann ruhen die deutschen Hoffnungen im Gesamtklassement.

Übersicht der Deutschen: Emanuel Buchmann, Marcus Burghardt, Rüdiger Selig (Bora-Hansgrohe), André Greipel, Marcel Sieberg (Lotto), Jasha Sütterlin (Moviestar), Marcel Kittel (Quick-Step), Tony Martin, Rick Zabel, Nils Politt (Katusha), Paul Martens, Robert Wagner (Lotto NL), Nikias Arndt, Simon Geschke (Sunweb), John Degenkolb (Trek-Segfredo), Christian Knees (Sky).

Das Fernsehen: Die ARD überträgt täglich etwa 80 Minuten von den Etappen. Mehrstündige Übertragungen gibt es beim Digitalsender One und auf sportschau.de. Auch Eurosport zeigt die Tour.

Doping? Dass die Vergangenheit des Radsports stets präsent ist, zeigt der Fall des Portugiesen André Cardoso. Wenige Tage vor Tour-Start wurde der Fahrer aus dem Trek-Segafredo-Team positiv auf Epo getestet und suspendiert. Für die Kontrollen arbeiten die Anti-Doping-Kommission des Radsport-Weltverbands (CADF) und die französische Anti-Doping-Agentur (AFLD) zusammen. Eine dopingfreie Tour? Ex-Sieger Jan Ullrich, der wegen seiner Dopingvergangenheit nicht zu den Startfeierlichkeiten eingeladen wurde, ist skeptisch: „Ich will daran glauben. Aber ich will auch daran glauben, dass im Fußball nicht gedopt wird, und dass im Bundestag niemand Aufputschmittel konsumiert.“

Die Prämien: Der Gesamtsieger erhält 500 000 Euro. Die beste Mannschaft darf sich über 50 000 Euro freuen. Der beste Bergfahrer und der punktbeste Akteur erhalten 25 000 Euro, der beste Nachwuchsprofi streicht 20 000 Euro ein. Für einen Etappensieg erhält der Sieger 11 000 Euro. 2 295 850 Euro Preisgeld werden insgesamt vergeben.

3540: Die Kilometerzahl bei der Tour beläuft sich auf 3540. Kürzeste Etappe ist das Einzelzeitfahren in Düsseldorf. Der längste Abschnitt zwischen Embrun und Salon-de-Provence am 21. Juli ist 222,5 Kilometer lang.

22: So viele Teams starten in Düsseldorf mit je neun Fahrer. Das Teilnehmerfeld bilden 198 Fahrer.

10: Bei der Tour bekommen die drei Erstplatzierten jeder Etappe Zeitgutschriften, der Erste zehn Sekunden, der Zweite sechs, der Dritte vier. Diese Zeitbonifikationen können großen Einfluss auf das Gesamtklassement nehmen.

Von Stefan Döring

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