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Sport überregional DTM-Pilot Rene Rast will den nächsten Gänsehaut-Moment
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17:52 27.06.2017
René Rast (M.) auf dem Karierehöhepunkt in Budapest. Quelle: dpa
Nürnberg

An die letzte Runde kann sich René Rast noch genau erinnern. „Da hatte ich schon Gänsehaut“, erzählt der DTM-Pilot. Eine Runde war in Budapest noch zu fahren, da wusste er: „Da passiert nichts mehr.“ Wenig später „sah ich die schwarz-weiß karierte Flagge. Und dann hatte ich einfach nur noch Gänsehaut“, erzählt der Audi-Fahrer rückblickend auf den „schönsten Moment seiner Kariere. Da habe ich so lange drauf hingearbeitet.“ Entsprechend sei ihm eine große Last von den Schultern gefallen. Dann kamen schon die vielen SMS und Glückwunsche an der Strecke. Wild gefeiert wurde aber nicht. „Ich bin auch nicht so der Feiertyp“, verrät der 30-Jährige. Entsprechend habe man nur ein paar Bier an der Hotelbar genossen – „und am nächsten Tag ging ja auch schon wieder früh der Flieger“.

Der erste Sieg in der DTM: René Rast auf dem Podium ganz oben. Quelle: dpa

Der Sieg in Budapest bedeutete auch die Gesamtführung in der DTM. Wenn es am Sonnabend (13.25 Uhr, ARD) und Sonntag (17.20 Uhr) auf dem Norisring in Nürnberg zur Sache geht, ist er erstmals der Gejagte. Für Rast kein großes Problem. „Man wird sicher etwas mehr beobachtet, aber ich mache alles wie immer“, sagt er nüchtern.

Rast: „Es kann noch so viel passieren“

Der Erfolg in Ungarn und die Gesamtführung: für Rast ein Karrierehighlight. Der Mindener, der seine Motorsportkarriere 1996 im Kart begann und dann über Formel 3 in den Tourenwagensport wechselte – beim ADAC Volkswagen Polo Cup wurde er 2005 Meister, fuhr im Seat, Porsche und 2016 in der Formel E –, ist es die bislang beste Saison. Und seine erste in der DTM, nachdem er 2016 am Hockenheimring Mattias Ekström nur im Finale vertreten hatte. Sein Start: Sechster beim Debüt in Hockenheim, Ausfall im zweiten Rennen. In der Lausitz dann mit Platz drei der erste Podestplatz, dazu ein siebter Rang. Und in Budapest schließlich erst Rang sechs, dann mit dem Sieg die Krönung des Wochenendes.

So kann es weitergehen für den Familienvater – im Oktober kam Sohn Liam zur Welt. Dass er noch nie in seinem Audi über den Norisring, den einzigen deutschen Stadtkurs der DTM, gefahren ist, sei für ihn zwar ein kleiner Nachteil, „aber der Kurs hat ja viele Runden, da kann man sich schnell eingewöhnen“. Kampfansagen sind anscheinend nicht so das Ding des Mindeners, der inzwischen mit seiner Familie in Bregenz wohnt. Wie es ausgeht in Nürnberg? „Schau‘n wir mal“, sagt Rast. „Es sind noch so viele Rennen, da wird noch viel passieren.“ Auf den nächsten Gänsehaut-Moment hofft er trotzdem.

Vettel gegen Hamilton: DTM-Piloten fühlen mit

Es war die Rennsportszene des Wochenendes. Beim Formel-1-Rennen in Baku fuhr Ferrari-Pilot Sebastian Vettel Mercedes-Rivale Lewis Hamilton auf, nachdem dieser etwas abrupt gebremst hatte. Dann fuhr Vettel neben Hamilton und dem Konkurrenten in die Seite. Auch anschließend kochten die Emotionen hoch. Vettel pöbelte: „Wir sind Männer hier, wir sind nicht im Kindergarten.“ Hamilton nach dem Rennen: „Wenn er zeigen will, dass er ein Mann ist, soll er aus dem Auto steigen und wir machen es von Angesicht zu Angesicht.“

Auch die DTM-Piloten haben das Duell genauestens beobachtet. Marco Wittman (BMW) sieht die Schuld dabei klar bei Vettel. „Da sind ihm die Sicherungen durchgebrannt. Das war ein richtiger Autoskooter-Rammstoß.“ Seiner Meinung nach ist daher die Strafe - zehn-Sekunden Standzeit an der Box und drei Strafpunkte – auch zum mild ausgefallen. René Rast (Audi) kann Vettel dagegen verstehen. „Da kochen die Emotionen eben hoch. Das ist bei jedem Rennfahrer so.“ Im Rennen werde eben nicht nachgegeben. „Sebastian fühlte sich von Lewis auf den Schlips getreten.“

Für Edoardo Mortara hat der bissige Zweikampf vor allem einen Vorteil: „Das hat das Rennen richtig spannend gemacht.“

Von Manuel Becker/RND

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