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Sport in Wolfsburg Zu Null: Wieder teuer für Fiebich
Sportbuzzer Sportmix Sport in Wolfsburg Zu Null: Wieder teuer für Fiebich
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22:57 07.11.2011
Comeback nach sieben Jahren: Der VfB Fallersleben, einst Vorreiter im Frauen-Fußball, hat wieder eine eigene Mannschaft.
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Die Derby-Serie ist gerissen: Nachdem Lupo/Martini Wolfsburg seine bisherigen vier Nachbarschaftsduelle gewonnen hatte, gab‘s für den Landesliga-Spitzenreiter beim MTV Gifhorn nur ein 0:0. Große Bedeutung maßen die Wolfsburger dem Serienende aber nicht bei. „Das ist für uns kein echtes Derby“, sagte Lupos Mittelfeldspieler Jan-Hendrik Klamt. „Wenn wir in einer Liga spielen würden, in der die anderen Teams weiter entfernt wären, dann wäre es vielleicht eins. Aber wir fahren ja länger nach Gifhorn als nach Braunschweig.“

Das 3:0 gegen STV Holzland war für Holger Fiebich, Trainer des Bezirksligisten SV Reislingen/Neuhaus, ein teuer erkaufter Sieg. Denn nach alter Reislinger Tradition wurde mal wieder die „Zu-Null-Kiste“ fällig: Bei jedem Sieg ohne Gegentor muss der Trainer seinen Spielern eine Kiste Bier ausgeben. Diesen Brauch gab es in Reislingen schon, bevor Fiebich dort Trainer wurde. „Schön finde ich ihn nicht, aber damit muss ich leben.“ Die Spieler freut‘s umso mehr: Es war in dieser Saison schon die dritte Kiste, die sie gesponsert bekommen haben. Und, was sie auch freuen wird zu hören: „Mein Ziel ist es, immer zu Null zu spielen“, so Fiebich.

Immer weiter: Spitzenreiter VfR Eintracht Nord Wolfsburg landete mit dem 2:0 über die SV Gifhorn Sieg Nummer 10 in Folge – das war zumindest in diesem Jahrzehnt noch keinem Team in der Bezirksliga 1 gelungen. Neun Siege in Serie feierten Meinersen (2006/07) und Hillerse (2007/08). VfR-Spielertrainer Babis Cirousse: „Das ist der absolute Wahnsinn. Es macht mich unheimlich stolz, dass meine Arbeit mit so einem Rekord auch mal bestätigt wird.“ Was ihn besonders freut, ist die Ausgeglichenheit des Kaders: „Es ist schön zu sehen, dass auch wirklich jeder Spieler ein Teil dieses Erfolgs ist“, so Cirousse.

Trotz eines ansehnlichen Kreisliga-Derbys und einer guten Leistung seines Teams gab‘s bei Thomas Wagner, Trainer des SV Nordsteimke, nach dem 1:1 gegen den TSV Hehlingen Grund zum Ärger. Denn der Coach war mit der Äußerung von TSV-Trainer Sven Schuber im Vorfeld des Spiels nicht einverstanden. Schubert hatte gesagt, dass Wagner beim letzten Hehlinger Kreisliga-Spiel gegen den TSV Ehmen verkündet habe, „Hehlingen sieben Stück einzuschenken“, sollten diese nicht besser spielen. Wagner: „Ich würde so etwas niemals sagen – nicht einmal wenn wir gegen die DJK spielen.“ Schubert wollte sich nach dem Spiel nicht mehr äußern, meinte lediglich: „Ich finde, man sollte sich auf den Fußball konzentrieren.“

Unglückliche Begegnung: Bei der Partie der 1. Kreisklasse zwischen dem SV Sandkamp II und dem ESV Wolfsburg II brach sich ESV-Spieler Waldemar Winter das Schlüsselbein, musste ins Krankenhaus. „Ein trauriger Zwischenfall“, wie SVS-Betreuer Fabian Mann fand. Kurios: Bei dem Aufeinandertreffen der beiden Teams im Vorjahr musste der Sandkämper Gerado Rossano mit der gleichen Verletzung ins Krankenhaus.

Die Verantwortlichen des VfB Fallersleben freuen sich, dass nach sieben Jahren ohne Frauenfußball nun in der Saison 2011/12 wieder ein Team am Punktspielbetrieb teilnimmt – in der Kreisliga Braunschweig. Der VfB war einer der ersten Vereine in der Region, in dem Frauenfußball (früher Damenfußball) gespielt wurde – bereits 1974, im Jahr der Weltmeisterschaft. 2004 war es vorbei, nun geht es weiter. Vom Niedersächsischen Fußball-Verband gab es jetzt als Start-Bonus zehn Fußbälle.

isi/pk/sch/mäk

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