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Sven Knipphals: Rettet die WM

Leichtathletik-WM Sven Knipphals: Rettet die WM

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London läuft. Am Samstag hofft ein Wolfsburger auf seinen Einsatz und könnte auf Usain Bolt treffen.

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Hofft auf seinen WM-Start: Sven Knipphals vom VfL Wolfsburg möchte in London noch einmal laufen.

Quelle: imago sportfotodienst

London. Die Aussicht ist blendend. Von seinem Hotelzimmer aus hat Sven Knipphals die Towerbridge in London beinahe zum Greifen nah. Doch deswegen ist er nicht in der britischen Hauptstadt, aus einer Touristenrolle will Wolfsburgs schnellster Mann am Samstag raus, will in der deutschen Sprintstaffel um WM-Ehren laufen. Doch Knipphals weiß, dass es schwer wird. Denn: Voraussichtlich kämpft der gebürtige Wolfsburger, der in Leipzig als Chiropraktor arbeitet, mit Michael Bryan und Robin Erewa um einen freien Platz. Aleixo Platini-Menga ist schon verletzt abgereist.

Julian Reus, Robert Hering und Roy Schmidt dürften gesetzt sein. Knipphals (31), der seine Karriere nach der EM 2018 in Berlin beenden will, sagt vorsichtig: „Ich bin ziemlich fit.“ Leichte Adduktorenbeschwerden, aber nichts Ernstes. Die Saison war bislang nicht seine. „2016 war holprig, es hat sich in 2017 reingezogen“, sagt er. Den letzten Rückschlag gab es, als er bei der DM das Halbfinale nicht laufen konnte. Adduktorenverletzung!

Doch zuletzt ging es bergauf, im Bundesleistungszentrum in Kienbaum fühlte sich Knipphals gut und ist optimistisch. „Wenn ich schmerzfrei bin, bin ich in Form“, sagt der Sprinter des VfL Wolfsburg.

Ob er den Sprung in die Staffel schafft? Manchmal fällt die Entscheidung spät, beim letzten Staffeltraining am Dienstag könnte es zwar Fingerzeige geben, aber dann kann noch viel passieren. Am vergangenen Samstag lief das Training gut, die Wechsel klappten. Knipphals, 2013 und 2015 WM-Vierter mit Deutschland, ist bereit.

Sicher ist: Am Samstag (10.55 Uhr) gibt es die Vorläufe, für 21.50 Uhr ist das Finale angesetzt. Das könnte Deutschland erreichen. Was dann kommt, ist schwer zu prognostizieren. Favoriten sind andere. Die USA,, Jamaika mit dem letzten Lauf der lebenden Legende Usain Bolt. Hat Knipphals das letzte Einzel von Bolt verfolgt? „Ja, mit Julian, Roy und Robert im TV im Hotel. Ein tolles Rennen, aber ich glaube nicht an den sauberen Sport, deshalb ist mir das Ergebnis egal.“ Bolt wurde Dritter, Justin Gatlin gewann – einer, der zweimal des Dopings überführt worden war. Und wieder läuft. rau

Von Jürgen Braun

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