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Sport in Wolfsburg SSV verpatzt die Spies-Premiere
Sportbuzzer Sportmix Sport in Wolfsburg SSV verpatzt die Spies-Premiere
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23:10 18.09.2011
Anschlusstreffer reichte nicht: Vorsfeldes Stürmer Fourrier Lekpa (Bild links). - Vorm Spiel vorgestellt (rechtes Bild): Der neue SSV-Coach Spies (M.) mit dem Vorsitzenden Adamczyk (r.) und dessen Vize Eismann. Quelle: Photowerk (bea/2)

Schon beim Warmmachen lief alles gegen die Gastgeber: Da verletzten sich Stefan Fuchs und David Hilsberg, bereits am Freitagabend beim Abschlusstraining hatte sich Jan Ademeit eine Adduktoren-Blessur zugezogen. Dennoch war der SSV, den Spies mit einer 4-2-3-1-Taktik spielen ließ, das tonangebende Team, hatte weitaus mehr Ballbesitz und mehr Möglichkeiten. Aber das waren im ersten Durchgang meist Chancen aus der Distanz. Zu wenig ging über die Außen, zu viel durch die Mitte.

Vorsfeldes Torhüter Max Leiding erlebte einen ruhigen Nachmittag – bis SSV-Innenverteidiger Robert Schröder einen katastrophalen Fehlpass spielte, die Gäste die Führung auflegte. Marco Ilsemann sagte fünf Minuten vor der Pause mit dem 1:0 artig Danke.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte der SSV Chancen – und kassierte das 0:2. Diesmal hatte Keeper Leiding Ilsemann bedient. Mit Lekpas Anschlusstreffer keimte noch einmal Hoffnung auf, aber nach einem Ballverlust in der Offensive setzte Dennis Kendzorra den Schlusspunkt.

SSV: Leiding – Weiß, Schröder, Teichmann, Funke – Reimann, Henningsson (70. Soworka) – Peters, Gehrmann, Bewernick – Lekpa.
Tore: 0:1 (40.) Ilsemann, 0:2 (72.) Ilsemann, 1:2 (79.) Lekpa, 1:3 (89.) Kendzorra.


Die Premiere als Trainer des Vorsfelder Fußball-Landesligisten hatte sich Michael Spies anders vorgestellt. Spies analysierte sachlich: „Wir waren besser, aber wir haben verloren.“

Der Ex-Profi ärgerte sich vor allem über die individuellen Fehler vor den ersten beiden Gegentoren. Spies: „Das waren Geschenke, krasse Fehler. So ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen.“ Der neue SSV-Coach fand zwar auch Gefallen am Spiel seiner Mannschaft, doch er sah auch, dass sein Team es gegen das Abwehrbollwerk des BVG Wolfenbüttel zu genau machen wollte. „Wir sterben ein bisschen in Schönheit“, sagte Spies und fügte hinzu: „Wir haben nur Fußball gespielt, es fehlt der letzte Biss, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen.“

In dieser Woche packt Spies, der noch keine Trainingseinheit mit den Spielern des Vorletzten absolviert hatte, beim SSV richtig an. Er sagt: „Ich werde den Jungs klarmachen, dass wir im Abstiegskampf sind.“

eh