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Sport in Wolfsburg Pernilla Kramer: Wolfsburgs schnellste Frau hält Trainer-Dino vom Ruhestand ab
Sportbuzzer Sportmix Sport in Wolfsburg Pernilla Kramer: Wolfsburgs schnellste Frau hält Trainer-Dino vom Ruhestand ab
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22:00 19.07.2018
Hier kommt Pernilla Kramer: Die Wolfsburger Sprinterin (M.) könnte beim VfL in die Fußstapfen von Sven Knipphals treten, startet nun erstmals bei der Freiluft-DM. Quelle: privat
Wolfsburg/Nürnberg

Morawietz coachte schon in den 80ern den deutschen Spitzen-400-Meter-Läufer Erwin Skamrahl, später etliche Wolfsburger Läufer, zuletzt lange Jahre Sven Knipphals. Morawietz: „Eigentlich hatten wir vereinbart, wenn Sven nicht mehr zur Deutschen Meisterschaft fährt, gehe ich in den Ruhestand.“ Knipphals, über Jahre Wolfsburgs Top-Sprinter, der es bis in die nationale Spitze schaffte, hatte jüngst seine Karriere beendet, tritt nur noch einmal bei seiner Abschiedsgala am 19. August im Stadion am Elsterweg an. Doch nun gibt es mit Kramer eine rasende Wolfsburgerin. Morawietz, inzwischen 75: „Dann kann ich wohl doch noch nicht aufhören, mache noch ein Jahr.“ Zumal er mit Johannes Breitenstein, den Bunar-Brüdern, Lasse Tietje und Richard von Behr noch ein paar fixe Sprinter beim VfL weiß.

Doch der Rohdiamant ist die 22-Jährige, mit 1,79 Metern relativ große, grazile Läuferin. Binnen drei Jahren hat sie ihre Sprintbestzeiten nicht um Zehntel, sondern um Sekunden verbessert. Genau wie Knipphals ist sie eine waschechte Wolfsburgerin, genau wie er ist sie relativ spät zum Spint gekommen, hatte bis vor ein paar Jahren noch Mehrkampf beim Velpker SV betrieben. Bis ihr der frühere VfLer Julien Karn einen Wechsel zum VfL schmackhaft machte. Karn läuft nicht mehr, Kramer blieb dabei, steigert sich Stück um Stück. An Medaillen braucht die amtierende deutsche U-23-Vizemeisterin über 200 Meter in Nürnberg noch nicht zu denken. Über 100 m (da war sie Vierte bei der U-23-DM) würde sie gern das Halbfinale erreichen, über 200 m möchte sie ins Finale. Als Achtschnellste ist sie gemeldet. Kramer: „Wenn ich diese Position behaupten könnte, wäre das schon Wahnsinn.“ Drin hat sie es. Über beide Distanzen lief sie bei der U-23-DM neue persönliche Bestleistungen. „Über 200 Meter könnte sie eine neue persönliche Bestzeit laufen“, glaubt ihr Coach, der ihr noch viel zutraut. Auch über 100 m. Was sie in der Folge dann auch über 200 m noch weiter nach vorn peitschen würde. „Denn auf den ersten 30 Metern und beim Start kann sie noch viel rausholen“, sagt der Trainer. Das dauere nur ein wenig, das einzuüben. Auch ein Grund für ihn, noch ein Jahr als Coach dranzuhängen.

Die VfL-Leichtathletin übte am Mittwoch locker auf der Laufbahn im VfL-Leistungszentrum. Morawietz: „Pernilla fängt ja jetzt erst an, richtig zu trainieren.“ Kramer schaute ihren Coach bei dessen Ausführungen ab und an ein wenig skeptisch an. Denn: „Im Vergleich zu 2015 trainiere ich inzwischen das Doppelte, sechs Mal die Woche.“ Vielleicht ist sie sich selbst nicht sicher, ob sie noch so viel Luft nach oben hat, vielleicht ist sich die Angestellte von VW Immobilien aber auch nicht sicher, wie lange sie die hohe Trainingsfrequenz halten will.

Die Ergebnisse zuletzt aber zeigten: Sie ist noch hungrig. Im Winter hatte sie schon erstmals an der Hallen-DM teilnehmen können. Den Wolfsburger Trainer macht sie mit ihren Leistungen doppelt froh: Weil sie so gut ist – und weil sie die erste Sprinterin des VfL bei deutschen Meisterschaften seit Olympia-Teilnehmerin Karin Janke ist. Und das war zwischen 1988 und 1995. Wenn Morawietz Kramers Namen im Zusammenhang mit WM in den Mund nimmt, guckt Kramer wieder skeptisch. Allerdings: Wenn einer in Wolfsburg Sprinter einschätzen kann, ist es der Trainer-Dino, der sich von hoffnungsvollen Läufern gern vom Ruhestand abhalten lässt.

Von Jürgen Braun

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