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Sport in Wolfsburg Mitreißender Fight im Wolfsburger CongressPark: Wojcicki siegt
Sportbuzzer Sportmix Sport in Wolfsburg Mitreißender Fight im Wolfsburger CongressPark: Wojcicki siegt
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13:12 07.10.2018
Verteidigte seinen Titel: Patrick Wojcicki (r.). Quelle: bisch_s
Wolfsburg

Die Zuschauer im ausverkauften Wolfsburger Congresspark feierten Patrick Wojcicki mit stehenden Ovationen: Der heimische Profi-Boxer aus dem Sauerland-Stall hat sein mit Spannung erwartetes Heimspiel gewonnen und den IBF-Interconti-Titel sowie die deutsche Meisterschaft im Mittelgewicht verteidigt. In einem mitreißenden Fight über die vollen zwölf Runden setzte sich der Wolfsburger per einstimmigen Punktsieg gegen den zähen Berliner Sven Elbir durch.

Sauerland: „Ein hochklassiger Kampf!“

Gut 1700 Zuschauer waren gekommen, um Wojcickis ersten Profi-Kampf vor heimischer Kulisse mitzuerleben. Der Hauptkampf eines insgesamt sehr gelungenen Box-Abends mit insgesamt zehn Fights war Werbung für den Boxsport: Hohes Tempo, offene Schlagabtausche, Spannung bis zuletzt. „Ein hochklassiger Kampf“, wie auch Wojcickis Stall-Chef Wilfried Sauerland, einer der einflussreichsten Box-Manager in Europa, nach dem Kampf strahlend befand.

Patrick Wojcicki mit Trainer Antonino Spatola. Quelle: bisch_s

Wojcicki nahm mit feiner Technik, Erfahrung und Cleverness sofort das Heft des Handelns in die Hand. Aber auch Elbir stellte unter Beweis, warum er in zuvor zwölf Profi-Kämpfen unbesiegt war und neun mit K.o. gewonnen hatte. Der 24-Jährige aus dem Wiking-Boxteam machte es dem Wolfsburger schwer. „Er ist etwas kleiner als ich, was es mir erschwert hat, sein Kinn zu treffen. Das ist mir zu selten gelungen. Und ab und zu hatte ich mit seinen Schwingern Probleme“, analysierte der Wolfsburger, der vor allem in der Mitte des Kampfes etwas das Tempo herausnehmen musste und Elbir dadurch stärker werden ließ. Wojcickis Trainer Antonino Spatola: „Das gehörte zur Taktik, Patrick sollte sicher weiterboxen und nicht überdrehen.“

Sieger-Interview: Sarah Valentina Winkhaus mit Patrick Wojcicki. Quelle: bisch_s

Was sein Schützling schließlich auch tat. Mit guten Links-Rechts-Kombinationen hatte er Elbir in der Endphase des Kampfes häufiger am Rande des K.o. Doch der Berliner, der erstmals in seiner Karriere über die volle Distanz boxte, bewies gute Nehmer-Qualitäten. „Großen Respekt an meinen Kontrahenten, der ein Kämpferherz bewiesen hat“, so Wojcicki. Dass zwei Punktrichter beim Urteil (116:112, 115:113, 115:13) den Lokalmatador nur knapp vorne sahen, war hinterher auch egal. „Hauptsache ich habe diesen wegweisenden Kampf gewonnen“, sagte der Sauerland-Boxer stolz.

Einstimmiges Urteil: Patrick Wojcicki bleibt Intercontinental-Champion. Quelle: bisch_s

Wojcikci: „Die Atmosphäre im Saal war mega“

Ein wichtiges Puzzleteil auf dem Weg zum Sieg war das Wolfsburger Publikum, wie Wojcicki betonte: „Die Atmosphäre im Saal war mega. Die Leute haben mich gepusht und motiviert. Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen, zuhause boxen zu dürfen.“ Immer wieder unterstützte und ermunterte das Publikum mit lauten „Patrick, Patrick“-Rufen ihren Schützling. Und auch Elbir, der ebenfalls von zahlreichen Fans aus Berlin begleitet wurde, bedankte sich fair für „eine grandiose Stimmung“.

Bei so viel Zustimmung schloss es Sauerland am Ende auch nicht aus, dass es weitere Box-Events in Wolfsburg geben könnte: „Die Leute haben dieses Event sehr gut angenommen und für einen großartigen Abend gesorgt, es herrschte eine hervorragende Atmosphäre. Wir kommen gerne wieder…“

Von Pascal Mäkelburg

Die große Box-Gala im Congresspark rückt immer näher – am Donnerstag gab’s im Leonardo Hotel für beide Kämpfer die erste Gelegenheit, den Kontrahenten einzuschüchtern. Am Samstag fliegen dann zwischen Lokalmatador Patrick Wojcicki und seinem Herausforderer Sven Elbir die Fäuste (live auf Sport1). Eines steht jetzt aber schon fest: Alle Beteiligten brennen auf den Fight.

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