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Sport in Wolfsburg Hohe Führung reicht nicht: VfL verliert
Sportbuzzer Sportmix Sport in Wolfsburg Hohe Führung reicht nicht: VfL verliert
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22:53 16.10.2011
Engagiert, aber erfolglos: Vergebens beschwor VfL-Trainer Michael Funke gestern in Travemünde seine Spielerinnen – trotz klarer Führung setzte es die nächste Pleite. Quelle: SportBlitz
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Dabei hatte Wolfsburg eine prima erste Halbzeit hingelegt (schnelle Kombinationen, kaum Fehlwürfe, starke Abwehrarbeit), zur Pause mit sechs Toren scheinbar vorentscheidend klar vorn gelegen, in der zweiten Hälfte sogar noch dreimal mit sogar sieben Treffern geführt (19:12, 20:13, 24:17). Doch dann folgte der Einbruch...

Binnen knapp siebeneinhalb Minuten kam Travemünde zum Ausgleich, machte aus dem 17:24 (38.) ein 26:26 (46.), gab die dann errungene Führung nicht mehr ab. „Zu erklären, wie man so einbrechen kann, fällt mir schwer“, meinte Funke fassungslos. „Wahrscheinlich war der Druck zu hoch.“

In der Tat agierte der VfL immer hastiger und nervöser, als Travemünde näherkam. Nicht zu übersehen waren zudem Konditions- und Konzentrationsprobleme. Überhaupt nicht in den Griff bekam Wolfsburg zudem Travemündes Liga-Top-Torjägerin Franziska Haupt. „Sie ist eine Waffe, auf sie müssen wir besonders aufpassen“, hatte Funke vor dem Spiel gewarnt. Aber Haupt warf 14 Tore...

VfL: Fialkova, Gainskyte – Schröder (2), Wichmann, Chudzik (4), Ejsmont (8/3), Barabasne-Trufan (5), Barsauskaite (1), Rumpel, Siegel, Wießner, Pilmayer (6/2), Galouza (5).

mé/dik

Das vermeintliche Schicksalsspiel für VfL-Trainer Michael Funke – auch Vize-Präsident Gerd Hummel und Teammanager Andreas Kruse saßen gestern in Travemünde auf der Tribüne. Was sie sahen, dürfte Funkes Aussichten auf Weiterbeschäftigung nicht erhöht haben...

„Von der ersten Halbzeit hatte ich keinen schlechten Eindruck, aber die zweite war eine Katastrophe – ich bin sprachlos“, urteilte Hummel. „Dinge, die in den ersten 30 Minuten funktionierten, haben plötzlich nicht mehr funktioniert – vielleicht muss man lernen, über 60 Minuten als Team aufzutreten.“

Der VfL-Vize fordert eine schnelle Analyse der Situation „mit allen sportlich und finanziell Verantwortlichen“ der Handball-Sparte. „Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen: ,Das war‘s für den Trainer‘“, meinte Hummel direkt nach dem Spiel. „Wir hüten uns davor, einen Schnellschuss zu tun, aber wir brauchen eine zeitnahe Entscheidung, eine vernünftige Lösung – denn man darf die Sponsoren nicht vergrätzen!“

„Wir werden das genau analysieren – gemeinsam mit dem Trainer. Gleich mit dem Hammer draufzuhauen, bringt nichts“, meinte Kruse. Ansatzpunkte zur Kritik hatte der Teammanager freilich schon in Travemünde ausgemacht. „Als Handball-Fan muss ich sagen: Man hätte einige Dinge anders machen können“, urteilte Kruse. „Die Startformation hat bis in die zweite Halbzeit durchgespielt, obwohl etwa Anja Schröder diesmal nicht so gut war...“

mé/dik

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