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Grizzlys-Not macht Gross unruhig

Eishockey: Grizzlys-Not macht Gross unruhig

Das Pech bei Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg hält an. Stürmer Gerrit Fauser erlitt am Dienstag einen Trainingsunfall, Manager Charly Fliegauf will noch einen Transfer, muss aber auf Zeit spielen.

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Die Personalnot nagt: Grizzlys-Coach Pavel Gross macht die Situation unglücklich. Am Dienstag schied im Training auch noch Gerrit Fauser (r.) aus.

Quelle: CITYPRESS24 GMBH

Wolfsburg. Nicht zu fassen! Der personelle Aderlass der ohnehin schwer gebeutelten Grizzlys Wolfsburg geht immer weiter. Am Dienstag fehlten im Training des deutschen Eishockey-Vizemeisters zwei weitere Spieler. Kris Foucault wurde geschont. Gerrit Fauser stieg nach einem Trainings-Zusammenprall mit Björn Krupp aus.

Wenig später war Trainer Pavel Gross missmutig. „Das ist nicht gut“, sagte er zur Situation. „Ich werde nicht jammern, heulen, negativ sein“, sagte er. Doch ihm war anzumerken, dass ihm die Lage missfällt. 20 seiner 22 Feldspieler hätte er gern regelmäßig dabei, am Dienstag hatte er 17 – und davon waren zwei Gastspieler: der Wolfsburger Delf Sinnecker (Hannover Scorpions) und Thomas Schmid (Braunlage). So kann Gross keine Formationen einspielen, den noch fitten Akteuren droht Überbelastung. So wird das Team kaum im Bestzustand in die Saison gehen. Gross deutet das an, sagt: „Die anderen Mannschaften werden Kraft haben, marschieren.“ Er weiß: „Wir brauchen Leute.“

Intern ist Manager Charly Fliegauf inzwischen froh, dass er den zehnten Import, der auf jeden Fall kommen sollte, noch nicht verpflichtet hat. Er muss jetzt pokern, kalkulieren, hoffen. Vor allem auf schnelle, konkrete Infos von Tyler Haskins und Jimmy Sharrow. Angreifer Haskins ist in den USA, um seinen Nackenbeschwerden auf den Grund zu gehen (WAZ berichtete), Sharrow hat sich eine Fingerverletzung zugezogen. Mit zwei Wochen Ausfall rechnet man, diese Woche sollen weitere Untersuchungen zeigen, wie mit der Verletzung umzugehen ist und wie lange es wirklich dauert. Da hinten mit Robbie Bina schon ein Import mit Adduktorenbeschwerden länger raus ist, planen die Grizzlys zweigleisig. Sollte ursprünglich ein Import-Stürmer kommen, wird es nun eher ein Verteidiger, „wenn es bei Jimmy länger dauert“, so Fliegauf. Ein paar Tage will er noch auf Zeit spielen. Je klarer sich die Ausfallzeiten abzeichnen, desto sicherer kann er auf dem Transfermarkt agieren. Verteidiger Alex Roach wagte am Dienstag wieder Übungen auf dem Eis, Angreifer Fabio Pfohl (muskuläre Probleme) kann wenigstens im Kraftraum trainieren. Größtes Sorgenkind ist Angreifer Marcel Ohmann (Nerv eingeklemmt), der seit Wochen nichts machen kann.

Immerhin gab es am Dienstagnachmittag ein wenig Erleichterung: bei Fauser hieß es nach einem Besuch im Klinikum, dass nichts Ernstes passiert sei.

Von Jürgen Braun

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