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Goeßling: „Ich bin gespannt, wie das alles funktioniert“

Frauenfußball - WAZ-Interview Goeßling: „Ich bin gespannt, wie das alles funktioniert“

Für die erfolgreichen Nationalspielerinnen des VfL ist heute der Urlaub beendet. Zur Begrüßung müssen sie gleich den Laktattest nachholen. Das gilt auch für Mittelfeldspielerin Lena Goeßling, die in der Endausscheidung zu Europas Fußballerin des Jahres steht. Vorab sprach WAZ-Sportredakteur Robert Schreier mit der Wolfsburgerin.

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Bewegung auch im Urlaub: VfL-Nationalspielerin Lena Goeßling spielte in Kroatien Basketball.

Quelle: Foto: Facebook

WAZ: Zwei Wochen Urlaub, das klingt wenig erholsam...

Goeßling: Ja, der Urlaub war wirklich zu kurz. Die Freude aufs Training hält sich noch in Grenzen, um ehrlich zu sein. Ich denke, ich muss mich erstmal überwinden und begreifen, dass wir in drei Wochen schon wieder Bundesliga-Alltag haben. Eine Woche mehr Freizeit hätte ich schon gebraucht, um runterzukommen. So richtig abschalten konnte ich nicht.

WAZ: Weil Sie auch vieles zu erledigen hatten?

Goeßling: Ich war zu Hause, ein paar Tage in Kroatien und bei meinem Freund in Fürth.

WAZ: Und zwischendurch haben Sie den DFB-Pokal ausgelost. Wie waren die Reaktionen?

Goeßling: Aus Wolfsburg sehr positiv. Unser Trainer hat gesagt, mit einem Heimspiel gegen Aalen darf ich mich zurück in die Stadt trauen. Die Fürther waren nicht so begeistert, sie hätten lieber zu Hause statt in Hamburg gespielt. Aber die Auslosung an sich hat Spaß gemacht. Und Oliver Bierhoff war auch sehr nett.

WAZ: Beim VfL geht‘s gleich mit einem Laktattest los...

Goeßling: (lacht) ...na, mal sehen, was da wohl für Werte rauskommen...

WAZ: So viel verloren haben Sie im kurzen Urlaub doch nicht. Aber Sie haben keinen Sport gemacht?

Goeßling: Doch, doch. Ich habe Basketball und Tennis gespielt. Wird schon alles gut sein.

WAZ: Haben Sie die erfolgreiche Saison verarbeiten können?

Goeßling: Nein, es ist mir immer noch nicht so recht bewusst. Vier Titel sind unfassbar. Der überraschendste ist immer noch unser Champions-League-Sieg.

WAZ: Kann man so etwas wiederholen?

Goeßling: Das wird schwierig. Ich denke, es war eine absolute Ausnahme. Das hatte vor uns ja auch noch keine Mannschaft erreicht.

WAZ: Was wäre dann in der kommenden Saison ein Erfolg?

Goeßling: Wir sollten erst einmal gut in die Saison starten und von dem Gedanken wegkommen, dass alles von selbst läuft. Und dann wollen wir in allen Wettbewerben so lange es geht dabei bleiben.

WAZ: Der Kader hat sich verändert, der VfL ist jetzt internationaler. Klingt nach einer starken Veränderung...

Goeßling: Ich bin gespannt, wie das mit den Neuzugängen alles funktioniert. Aber ich freue mich auch auf alle - gerade Nilla Fischer ist schon eine besondere Verpflichtung. Dass sie jetzt schon kommt, macht es für sie leichter. Und wir können uns gezielt einspielen.

WAZ: Die Schwedin soll in der Innenverteidigung spielen. Damit hätten Sie Ihre Wunschposition im zentralen Mittelfeld sicher...

Goeßling: Ich habe ja bei der EM mit Nadine Keßler im Mittelfeld sehr gut zusammengespielt. Ich würde mich freuen, wenn ich auch in der Bundesliga mehr am Spiel teilhaben könnte.

WAZ: Und Anfang September werden Sie Europas Fußballerin des Jahres?

Goeßling: (lacht) Ich war schon überrascht, dass ich unter den besten Drei bin. Damit hatte ich nie gerechnet. Das ist eine Ehre, und alles weitere lasse ich auf mich zukommen. Ich würde mich natürlich freuen, wenn ich am Ende tatsächlich ganz oben stehen würde.

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