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Sport in Wolfsburg Baunach ist eine Kämpferin
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00:17 21.07.2017
Tatendurstig: Katharina Baunach, neue Fu0ßballerin des Bundesligisten VfL Wolfsburg, beim Laktattest. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Die neue Saison begann am Dienstag bei Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg traditionell mit dem Laktattest. Ungewöhnlich: Es gibt nur eine einzige Neue. Und die war sogar (weil keine Nationalspielerin mit EM-Berufung) da: Katharina Baunach.

Elf Jahre FC Bayern München – jetzt VfL Wolfsburg: „Natürlich ist es ein Riesen-Unterschied, wenn man von München nach Wolfsburg kommt“, so Baunach, die auch Angebote aus dem Ausland hatte. Nebensache – „denn ich bin aus sportlichen Gründen hierhergekommen, habe jetzt erstmals die Chance als Vollprofi zu arbeiten. Ich verspüre Euphorie und freue mich einfach riesig auf die bevorstehenden Wochen“, erklärt die gebürtige Würzburgerin. Während ihrer Zeit beim FC Bayern arbeitete Baunach als Teilzeitkraft bei einem Tochterunternehmen der Telekom.

„Für mich war es an der Zeit, einen neuen Schritt zu gehen. Ich habe persönlich noch viele Ziele, die ich erreichen möchte“, so Baunach. Wie diese Ziele lauten? „Ich war lange Zeit von Verletzungen geplagt und musste hinsichtlich meiner Fitness viel einbüßen. Mein Ziel ist es, gesund und fit zu bleiben und mich in die Mannschaft zu integrieren, um zu spielen.“

Die Nationalmannschaft hat der Linksfuß nicht abgehakt. „Das werde ich nicht aus den Augen verlieren!“ Ihre Karriere hing mal am seidenen Faden: 2009 erlitt sie eine schwere Knieverletzung, fiel knapp drei Jahre aus. 2015 riss der Meniskus, ein Jahr Pause. 2016 absolvierte die Verteidigerin ein einziges Spiel, kam im letzten Ligaspiel für zehn Minuten auf den Platz. „Für mich war aber immer klar, dass ich da nicht aufgebe. Ich bin eine Kämpferin!“

Was sie über Wolfsburg denkt? „Für mich steht der VfL in der Entwicklung und Arbeit über dem FC Bayern München. Ralf Kellermann und Stephan Lerch haben mich bei den Gesprächen sofort überzeugt. Ich habe meinen Umzug Ende Juni gemacht, bin jetzt schon eine Weile hier, und habe die Zeit genutzt, um die Stadt zu erkunden. Wolfsburg ist an sich ja relativ klein. Ich brauche mittlerweile sogar fast gar kein Navigationssystem mehr…“, scherzt die 28-Jährige.

Dank Vollprofi-Engagement kann sie sich jetzt auch endlich Hobbys widmen. „Ich spiele gerne Basketball, koche gerne oder bin shoppen“, so Baunach. Und wer weiß, vielleicht wird sie zukünftig auch ihre Mitspielerinnen bekochen können. „Ich bin sehr gespannt und kann es kaum abwarten, die Mannschaft kennenzulernen. Hier spielen nicht ohne Grund so viele Top-Spielerinnen…“

Von Jasmina Schweimler

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