Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Ängstliche Grizzlys unterliegen Tampere mit 1:7

Eishockey: Champions League Ängstliche Grizzlys unterliegen Tampere mit 1:7

Im zweiten Champions-League-Auftritt der Saison gab es ein Debakel für den deutschen Vizemeister gegen den finnischen Titelträger. 1:7 unterlagen die Grizzlys gegen Tappara Tampere.

Voriger Artikel
Vorsfelde und Fallersleben kommen weiter
Nächster Artikel
Lena Greiner: Klettertour beginnt in Hannover

Nicht zu fassen, diese Finnen: Tappara Tampere jubelte fast ohne Unterlass. Der finnische Meister gewann das Champions-League-Gruppenspiel mit 7:1 bei den Grizzlys, Wolfsburgs Fans aber standen stark hinter ihrem Team.

Quelle: Boris Baschin

Wolfsburg. Dass es eine solche Machtdemonstration werden würde, kam ein wenig überraschend. Im zweiten Eishockey-Champions-League-Auftritt der Saison setzte es ein 1:7 (0:1, 0:3, 1:3) gegen den finnischen Meister Tappara Tampere. Für den Ehrentreffer der Grizzlys Wolfsburg hatte vor 2300 Zuschauern Mark Voakes gesorgt.

Bei den von Ausfällen gebeutelten Gastgebern hatte der zuvor schon länger angeschlagene Tyler Haskins am Freitag sein Comeback gegeben. Gegen die Finnen fehlte er. Die Nackenmuskulatur machte wieder Kummer. Am Ausfall des Kapitäns lag es nicht, dass Wolfsburg unterging. Die Finnen waren stark. Und Wolfsburg zu schwach. In der Anfangsphase hätte das Team von Trainer Pavel Gross Tappara noch ärgern können. Da kamen noch Angriffe, da schoss Stephen Dixon (5.) nicht hoch genug, als er den Keeper der Finnen schon in die Bodenlage gelockt hatte.

Danach aber überzeugten die Gäste mit enormer Passsicherheit, Beweglichkeit und individueller Klasse auf vielen Positionen. Die Grizzlys bekamen die quirligen Finnen selten zu fassen, konnten auch physisch keinen Druck aufbauen. Tampere wiederum spielte geduldig, erarbeitete sich gar nicht so viele Chancen, nutzte sie aber konsequent. Zudem sah Keeper Felix Brückmann, der nach Jerry Kuhn nun im Tor an der Reihe war, einige Male unglücklich aus.

Nach dem 0:3 traf Kris Foucault das verwaiste Tor nicht, verpasste so schon etwas früher Ergebniskosmetik, für die in Unterzahl später Voakes sorgte. Für den deutschen Vizemeister setzte es im Vergleich mit einer europäischen Spitzenmannschaft eine Abfuhr und eine der höchsten Heimniederlagen aller Zeiten. Doch die hatten sich die Wolfsburger, trotz der erkennbaren Stärke der Gäste, auch selbst zuzuschreiben. Trainer Gross: „Die Finnen haben auch in der Höhe verdient gewonnen. Wir können Fehler machen, weil wir aggressiv sind. Angst zu haben ist nicht unser Spiel.“

Wolfsburg wirkte oft ängstlich, blockte bemerkenswert wenige Schüsse im Vergleich zu den Finnen. Gross war sauer, aber auch gelassen, meinte: „Es war eine gute Lehrstunde, ähnlich wie vergangene Saison in Pardubice.“ Da hatten die Grizzlys mit 1:6 verloren, anschließend sensationell beim späteren CHL-Sieger Frölunda Göteborg gewonnen.

Gegen Tampere war Wolfsburg blass. Stürmer Stephen Dixon meinte: „Wir dürfen nicht so viel Respekt zeigen.“ Routinier Sebastian Furchner mit nicht druckreifen Worten: „Es war durch die Bank sch.... Alles, da braucht man keine Videoanalyse. Verdient verloren. Damit ist die Sache durch.“

Von Jürgen Braun und Jakob Schröder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Wolfsburg
Vergleiche die Wettquoten für Spiele vom VfL Wolfsburg bei SmartBets.