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Sport in Gifhorn Steffen Lehmker: Endlich Zeit zum Durchatmen
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21:00 14.03.2018
Power-Paralympics: Steffen Lehmker hat bereits ein großes Pensum absolviert, hofft nach drei Rennen aber dennoch auf zwei weitere Starts. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Pyeongchang

Sein Pech im Biathlon-Sprint der stehenden Konkurrenz, als er einen Ski am Schießstand und wertvolle Zeit verlor, ist längst eine Anekdote. Denn den zehnten Platz, den Lehmker dennoch erreichte, hat er nun schon zweimal getoppt. Erst Sechster im Langlauf über die 20 Kilometer, dann Fünfter im Biathlon über die Mitteldistanz von 12,5 km. „Es lief überraschend gut. Das sind meine besten Langlauf- und Mitteldistanz-Biathlon-Ergebnisse“, sagt der Osloßer, der weiß: „Im Biathlon wäre bei null Schießfehlern noch Platz vier drin gewesen. Aber nach ganz vorn fehlt dann doch noch ein bisschen.“ Noch. Denn: „Ich bin ja auch erst die dritte Saison dabei, trainiere seit zweieinhalb Jahren. Dafür ist das super. Die Trainer sind zufrieden“, sagt Lehmker, der sich zudem über das mediale Interesse an seinem Sport und seiner Person freut.

Auch aus der Heimat bekommt der sympathische Athlet viel Rückmeldung von Familie und Freunden. „Sie sind alle sehr euphorisch und freuen sich riesig über die Ergebnisse. Sie gucken auch fleißig und stehen extra auf. Das ist schon schön, da freue ich mich auf jeden Fall.“

Was ihn weniger freut, ist der Blick aufs Wetter. Teilweise kletterte das Thermometer schon auf 15 Grad, der Wind wirkte wie ein Föhn, der den Schnee extrem schnell schmelzen ließ. Lehmker war am Mittwoch nicht auf der Strecke, Teammitglieder berichteten aber sogar über offene Stellen. „Die Bedingungen sind einfach heftig. Ich bin das gar nicht gewohnt, auf so weichem Schnee zu laufen. Aber am Wetter können wir nichts ändern“, sagt Lehmker. Wo Stellschrauben zu drehen sind, dreht er aber, lieh sich deshalb auch intern schon kürzere Ski: „Das hat sich ausgezahlt. Damit fällt es leichter, durch den Schnee zu tappen. Jetzt hoffe ich, dass die Loipe vielleicht noch ein bisschen fester wird am Freitag, dass es nicht ganz so anstrengend und läuferisch ein bisschen besser wird.“

Dann geht es für ihn auf die Biathlon-Langdistanz (5 Uhr deutscher Zeit). „Das Interessante ist, dass es hier über die 15 Kilometer Strafminuten gibt. Schießen ist sehr wichtig“, weiß Lehmker, der im Falle von für ihn guten Streckenbedingungen der Konkurrenz einheizen will: „Ich werde es denen auf jeden Fall nicht leicht machen...“

Wahrscheinlich ist es sein vorletzter Wettbewerb in Südkorea. Die Krönung könnte zum Abschluss am Sonntag ein Start mit der Langlauf-Staffel werden, eine Medaille scheint hier nicht ausgeschlossen. Lehmker wurde mit der Staffel bei der WM 2017 immerhin Vierter, hofft auch in Pyeongchang auf einen Platz im Team: „Und dann wird es da auch noch einmal interessant...“

Von Maik Schulze

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