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Sport in Gifhorn Ski-Pech am Schießstand: Biathlet Lehmker aus Osloß wird Zehnter
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18:45 11.03.2018
Platz zehn bei der Premiere: Der Osloßer Biathlet Steffen Lehmker hatte nicht nur mit dem warmen Schnee in Pyeongchang zu kämpfen, gab aber trotz eines großen Ski-Problems nicht auf. Quelle: Jan Woitas/dpa
Pyeongchang

Dabei ging es für Lehmker auf der nicht einfach zu laufenden Strecke mit anspruchsvollen Anstiegen gut los – auch, wenn ihm die Wärme am Wettkampftag nicht entgegenkam. „Es war schwierig, technisch sauber zu laufen. Mit einem Stock ist es dann noch mal eine besondere Herausforderung, bei den Bedingungen schnell voranzukommen“, so der Osloßer, dessen rechter Arm aufgrund einer Plexuslähmung nur begrenzt einsatzfähig ist. „Ich habe aber auf der ersten Runde das Beste draus gemacht, auch das Schießen war mit einem Fehler, der zwar nicht hätte sein müssen, vertretbar“, berichtet Lehmker, der immer besser in Fahrt kam, beim zweiten Schießen fehlerfrei blieb.

Dann das Drama: „Als ich von der Matte aufgestanden bin, war auf einmal mein Ski ab.“ Der 29-Jährige versuchte, ihn wieder anzuschnallen. Doch das ging zunächst nicht, Schnee verklebte die Bindung. „Ich habe noch versucht, einen Ersatzski zu kriegen, dass ging aber nicht“, sagte Lehmker. Doch er wollte unbedingt weiterlaufen. Also der nächste Versuch: „Ich habe es dann irgendwie geschafft, ihn doch anzuschnallen. Aber da wusste ich schon, jetzt wird es ganz schwer.“ Wieviel Zeit er verloren hatte? „Ich weiß es nicht, es war aber genug.“ Lehmker machte sich auf die Aufholjagd, wurde jedoch auf der letzten halben Runde von einem vor ihm langsamer laufenden Konkurrenten ausgebremst. Überholen konnte er ihn am Berg nicht: „Es war zu eng, dadurch habe ich noch mal einige Sekunden verloren.“

So wurde es Platz zehn in 20:52.7 Minuten. Gold ging an den Franzosen Benjamin Daviet (17:56.6 Min.). Lehmker: „Klar habe ich mich zunächst geärgert. Ich konnte auch durch diesen blöden Ski meine Leistung nicht ganz abrufen. Aber das hake ich jetzt ab.“

Am Dienstag (4.50 Uhr deutscher Zeit) steht nach der Kurz- die Mitteldistanz an, Lehmker will sich in der Top Ten weiter nach vorn arbeiten. „Ich hoffe, dass es fokussierter und konzentrierter abläuft, ich dann meinen Rhythmus finde und ein bisschen besser laufe.“

Dann werden nicht nur Freunde und Familie wieder vorm Fernseher sitzen, sondern auch die Flüchtlinge, die Lehramtsstudent Lehmker an der BBS 1 in Gifhorn unterrichtet: „Die Klasse und die Familie haben mir Motivationsbilder geschickt. Alle drücken mir die Daumen. Darüber habe ich mich sehr gefreut.“

Von Maik Schulze

Er wohnt in Osloß. Nicht gerade als Skigebiet bekannt. Trotzdem schreibt Steffen Lehmker gerade an einer der verrücktesten Geschichten im Wintersport. Die AZ/WAZ stellt die Story des 29-Jährigen vor, dessen Biathlon-Karriere erst vor vier Jahren begann – und der jetzt ab Samstag in Südkorea um paralympisches Edelmetall kämpft. Wie landet einer aus dem Flachland bloß in den verschneiten Bergen?

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