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Sport in Gifhorn Marie Bunte aus Sülfeld und Zoe Oberlechner aus Osloß: Mit 15 Jahren schon Weltmeister!
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Zeigt her eure WM-Ringe: Marie Bunte (l.), Zoe Oberlechner (r.) und Co. strahlten um die Wette. Quelle: privat
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Sülfeld/Osloß

Unbeschreiblich. Nicht in Worte zu fassen. Unglaublich. Auch mit etwas Abstand fällt es dem Duo schwer, die Gefühlswelt zu sortieren. Kein Wunder. Niemals zuvor hatte es für den CCVD, den deutschen Verband, WM-Gold gegeben. Und nun das.

Es war ein irrer Wettkampftag für Schwarz-Rot-Gold im Freizeitpark Disney World. Unmittelbar nachdem sich das gemischte Junioren-Team die Krone aufgesetzt hatte, waren Bunte, Oberlechner und Co. in der Kategorie „Junior All Girl Advanced“ an der Reihe. „Ich war noch nie so aufgeregt“, beschreibt die Osloßerin die Augenblicke vor dem großen Auftritt. Und Bunte, ebenfalls eine WM-Debütantin, gibt zu: „Man hatte schon Angst, einen Fehler zu machen.“

In sechs Wochenend-Lehrgängen hatten die CCVD-Trainer versucht, aus den 24 Cheerleaderinnen (vier davon waren Ersatz), die über eine mehrstufige Sichtung ausgewählt worden waren, eine präzise funktionierende Einheit zu formen. Nicht ganz einfach, zumal die Sportlerinnen aus unterschiedlichen Vereinen kommen. Bunte und Oberlechner etwa starten wie Evelyn Zaevskij und Melina Meinecke, mit denen sie nicht nur bei der WM eine sogenannte Stunt-Group bildeten, für die Wildcats des MTV Braunschweig.

Vor Ort in Florida blieb eine weitere Woche zur Vorbereitung. „Richtig rund lief’s dabei nicht“, so die Sülfelderin. Egal, im Wettkampf passte alles. Beim Quartett und auch bei der ganzen Gruppe. „Es gab zwar eine etwas schwierigere Situation, aber das war kein richtiger Wackler“, erklärt Oberlechner. „Wir hatten danach sofort ein gutes Gefühl.“

Gleichbedeutend mit Edelmetall war das allerdings nicht. Es gab keine Zwischenstände, und die Auftritte der anderen acht Nationen, die alle vorher gestartet waren, hatten die Deutschen nicht gesehen. Also warten auf die Siegerehrung. Als die Top Drei ohne feste Rangfolge verkündet wurden, war eine Medaille sicher. Ein erstes Aufatmen. Die Farbe jedoch war noch offen. Wenig später brachen dann alle Dämme – der WM-Titel! Gold!

Viel Zeit, den Triumph bei Pizza und alkoholfreiem Sekt zu feiern, blieb freilich nicht. Früh am nächsten Tag ging’s schon wieder in die Halle, zur Unterstützung des Senior-Teams – und auch das landete auf dem ersten Platz.

Weltmeister! Um zu verstehen, dass das Realität ist, müssen sich Bunte und Oberlechner nicht kneifen. Ein Blick auf die Finger reicht. Denn neben einem Pokal und Medaillen gab’s für die Mitglieder der Siegermannschaft Ringe. Ob die beiden ihre seither schon mal abgenommen haben? „Nee“, sagt Bunte grinsend. „Nur zum Duschen oder beim Training“, schränkt Oberlechner ein. „So ein Ring ist der Traum jeder Cheerleaderin.“

Weil der sich jetzt erfüllt hat, heißt das aber nicht, dass es keine weiteren gibt. Nachdem Cheerleading vor zwei Jahren vom IOC als Sportart anerkannt wurde, könnte es 2024 in Paris in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen werden. „Olympia – da wäre ich gern dabei“, gibt Bunte zu. Unmöglich? „Nein, so etwas würde ich nie mehr behaupten. Schließlich hätte ich es vor einem Jahr nicht für möglich gehalten, dass ich es mal ins Nationalteam schaffe – und jetzt bin ich Weltmeisterin...“

Von Nick Heitmann

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