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Sport in Gifhorn „Man kriegt auch mal richtig auf die Fresse“
Sportbuzzer Sportmix Sport in Gifhorn „Man kriegt auch mal richtig auf die Fresse“
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00:16 27.05.2016
Fast vier Jahre voller Entbehrungen: Der Glüsinger Peter Kluge (vorn links) und sein Berliner Partner Clemens Ernsting sind nicht bei Olympia in Rio dabei. Quelle: Detlev Seyb
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Im Finale um die letzten beiden Rio-Tickets für den Zweier in der Nachquali von Luzern (Schweiz) war er schon nicht mehr dabei. Tschechien und Ungarn durften jubeln. Doch bereits kurz nach dem Scheitern wirkte Kluge nach außen hin gefasst und sachlich. Innen saß die Enttäuschung. Auffressen soll sie ihn nicht. „Wenn man im Leistungssport unterwegs ist, dann kriegt man auch mal richtig auf die Fresse“, sagt Kluge. „Deshalb muss man sich selbst im Griff haben. Man braucht Alternativen, um jetzt nicht im Sumpf zu versinken.“ Freundin und Familie geben ihm Kraft, bei der Bundeswehr und im Studium warten Aufgaben. „Es gibt immer auch ein anderes Leben. Es geht weiter“, sagt der Glüsinger.

Zweimal saß Kluge fast schon im Flieger nach Brasilien. Bei der WM im vergangenen September verpasste er das Halbfinale, das fast sicher das Rio-Ticket gebracht hätte (elf von zwölf Booten qualifizierten sich), um 83 Hundertstel. Jetzt fehlten 250 Meter, um zumindest im Finale von Luzern die Chance noch nutzen zu können. „Bis 1750 Meter waren wir mit den Ungarn gleichauf, dann haben sie uns noch unglaubliche eineinhalb Bootslängen abgenommen“, sagt Kluge, der mit seinem aktuellen Partner Clemens Ernsting (Berlin) nicht über die Kraft, sondern über die Technik kommt. Taktische Fehler habe das Duo nicht gemacht hätte ihnen auch Coach Uwe Bender attestiert. „Optimal ist das Rennen für uns dennoch nicht gelaufen. Wichtig ist aber, dass Clemens und ich miteinander im Reinen sind.“

Kluge wird im Herbst wieder um einen Platz im Team kämpfen, wenn der nächste Olympia-Zyklus beginnt. Rio, jetzt noch schmerzliche Zukunft, ist dann schon wieder Vergangenheit...

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