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23:09 17.07.2018
Hat jetzt seinen Platz im Vierer ohne Steuermann: Der Glüsinger Peter Kluge hat sich zurück ins Team Deutschland-Achter gekämpft. Quelle: Detlev Seyb
Luzern

Kluge hat sich nach dem „semigeilen bis unterirdischen“ Jahr 2017 jetzt einen Platz im Vierer ohne Steuermann erkämpft. Und erreichte auch im dritten Weltcup-Rennen der Saison den Finallauf. Nächster Halt: Die EM im schottischen Glasgow Anfang August.

Kluge und der Leistungssport – diese Beziehung wurde nach der verpassten Olympia-Chance auf eine harte Probe gestellt. Er schaffte es 2017 nicht ins Team Deutschland-Achter. Ein Rückschlag. Aber auch der K.o. für den Leistungssport? Kluge: „Man stellt vieles in Frage, muss sich selbst gegenüber ehrlich sein. Wie groß ist der Aufwand und wie groß ist der Nutzen?“

Doch der 28-Jährige wollte es noch einmal wissen, suchte unter anderem das Gespräch mit dem leitenden Bundestrainer Rolf Holtmeyer. „Ich habe gefragt, was von mir erwartet wird – und versprochen, Gas zu geben“, berichtet der Sportsoldat. Das Versprechen an Kluge: Wenn er die Vorgaben umsetzt, ist die Tür zurück nicht verschlossen.

Also hielt sich der 28-Jährige selbst fit, schöpfte im Exit8eight neue Kraft – ein Projekt, bei dem auch ehemalige Leistungssportler mit Athleten, die bei der Selektion fürs Team Deutschland-Achter aussortiert waren, gemeinsam trainieren und Wettkämpfe fahren. „Das hat mir unheimlich geholfen“, so der Glüsinger, der es zurück ins Nationalteam schaffte. Und in eine attraktive Bootsklasse.

Dabei war der Druck für Kluge und seinen Zweier-Partner Felix Drahotta „immens. Wir sind quasi mit der Pistole auf der Brust gefahren“. Doch in den entscheidenden Rennen lieferten beide ab. Dann die Erlösung: Das Duo darf in den Vierer. Mit Nico Merget und Felix Brummel. Die jüngsten Ergebnisse sprechen für diese Entscheidung: Bei den Weltcup-Rennen in Belgrad (Serbien) gab’s mit einem Ersatzmann Platz vier, in Linz (Österreich) Bronze.

Dann ist Kluge am vergangenen Wochenende zurück in Luzern. Dem Ort des Scheiterns. „Klar ist dann alles wieder im Kopf. Da denkst du: ’Hier war’s Kacke’. Das ist nicht so lustig. Aber das musst du abschütteln.“ Kluge schüttelt – und erreicht mit dem Vierer wieder das Finale. „Bei diesem hochkarätig besetzten Feld sind sie die ersten 500 Meter zu harmlos angegangen“, sagte Bundestrainer Tim Schönberg. Australien war der Sieg nicht zu nehmen, der deutsche Vierer landet auf Platz sechs. „Drei von uns waren müde, die Akkus waren leer. Dadurch haben wir von Anfang an nicht richtig zusammen gerudert“, sah Schönberg die Gründe.

Doch die positiven Dinge überwiegen. „Wir sind beim Weltcup dreimal ins Finale gekommen, auch in Luzern waren wir alles andere als abgeschlagen. Hinter Australien kommen sieben, acht Nationen mit Chancen auf die nächsten Plätze“, sagt Kluge. Bei der EM in Glasgow gehört der deutsche Vierer also zu den Medaillen-Kandidaten.

Doch noch einmal zurück nach Luzern. Damals war im Mai 2016 Olympia nach der verpatzten Quali-Chance weit, weit weg. Jetzt hat der 28-Jährige neuen Mut gefasst. „Der Olympiatraum geht weiter“, sagt Kluge mit Blick auf Tokio 2020. Aber: „Der Weg ist lang und steinig.“ Er spricht aus Erfahrung. Doch genau die könnte dabei helfen, dass der Traum diesmal in Erfüllung geht.

Von Maik Schulze

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