Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Federfußball-WM: Gifhornerin wird Team-Sechste

Selfie-Ansturm und Taifun-Warnung: Rieka Tiede erlebt in Hongkong ein Abenteuer Federfußball-WM: Gifhornerin wird Team-Sechste

Das, was Rieka Tiede in Hongkong erlebt hat, ist mit dem Begriff „Abenteuer“ wohl treffend beschrieben. Als wäre eine WM-Premiere nicht schon aufregend genug, sorgte auch noch eine Taifun-Warnung für Wirbel. Es folgten vor der Live-Kamera Spiele, die das deutsche Damen-Team als Sechster beendete. „Eine tolle Erfahrung“, so die Federfußballerin von Chinese Pegasus Gifhorn. Wiederholung erwünscht.

Voriger Artikel
Boxkampf Hück gegen Arslan: Jetzt gibt’s Tickets
Nächster Artikel
Windmühlenberg-Lauf: Hellmuth und Riske vorn

„Super Erlebnis“: Rieka Tiede (vorn, M.) inmitten ihrer deutschen Nationalmannschafts-Kollegen.

Hongkong. Allerdings nahm die 26-Jährige für den achttägigen Fernost-Trip auch einiges in Kauf. In den Wochen zuvor fuhr sie mehrfach zu Lehrgängen ins nordrhein-westfälische Hagen. „Das waren jeweils 600 Kilometer für fünf Stunden Sport“, so Tiede, die für die WM-Reise zudem tief in die Tasche greifen musste, 1200 Euro zahlte sie selbst. 250 Euro schusterte die Stadt Gifhorn hinzu, „darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut“.

Gelohnt hat’s sich allemal, wenngleich für Sightseeing in der asiatischen Metropole kaum Zeit blieb. Tiede: „Ich habe bei der An- und Abreise etwas gesehen und an einem Abend zwischendurch.“ Ansonsten verbrachte sie die Tage in der Halle, die für europäische Federfußball-Verhältnisse „sehr gut gefüllt“ war. Doch nicht nur das. „Ich habe noch nie so viele Selfies gemacht wie in Hongkong“, so Tiede. Die Deutschen waren ein begehrtes Motiv, auch der vietnamesische Nationaltrainer ließ sich mit der Gifhornerin ablichten. „Insgesamt war es ein super Erlebnis.“

Auch sportlich. Im Damen-Doppel wurde die Pegasus-Spielerin zwar nicht berücksichtigt, dafür kam sie – nachdem die Eröffnungsfeier wegen Taifun-Gefahr stundenlang verschoben worden war – in allen Team-Partien zum Einsatz. In der Vorrunde gab’s unter anderem ein 12:21, 2:21 gegen Top-Favorit Vietnam. „Da haben wir Lehrgeld bezahlt“, so Tiede. Trotzdem ging’s ins Viertelfinale.

Dort folgte ein 14:21, 13:21 gegen die Gastgeberinnen, „das Spiel wurde sogar per Livestream im Internet übertragen“, so die Gifhornerin. Ein Sieg (21:19, 21:16 gegen Frankreich) und eine Pleite (6:21, 9:21 gegen Ungarn) in der Platzierungsrunde brachten am Ende Rang sechs. Jetzt rückt schon die EM 2018 ins Visier. Tiede schmunzelnd: „Wenn ich’s bis nach Hongkong geschafft habe, werde ich ja wohl auch noch nach Frankreich kommen...“

Von Nick Heitmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Gifhorn
Vergleiche die Wettquoten für Spiele vom VfL Wolfsburg bei SmartBets.