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BV Gifhorn: Zu früh geblinzelt

Badminton-Regionalliga BV Gifhorn: Zu früh geblinzelt

Duelle auf Augenhöhe hatte Dennis Friedenstab erwartet. Duelle auf Augenhöhe wurden es. Das Problem dabei: Mit den drei Punkten, die sich der Kapitän mit seinem BV Gifhorn zum Ziel gesetzt hatte, wurde es nichts.

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Nicht vom Glück verfolgt: Gifhorns Thöne (l.) und Friedenstab gewannen am Sonntag zwar ihr Doppel, verloren dann aber ihre Einzel aus unterschiedlichen Gründen.

Quelle: Michael Franke

Gifhorn. Der heimische Badminton-Regionalligist unterlag erst der SG EBT Berlin II mit 2:6 und dann der SG Luckau/Blankenfelde mit 3:5. Friedenstab: „Wir müssen damit leben und uns jetzt auf die Duelle mit Vechelde und Hamburg konzentrieren.“

Das stimmt. Zum Rückrundenstart hat sich die Tabelle endgültig zweigeteilt. Die Top Vier feierten nur Siege, das Keller-Quartett eilte von einer Pleite zur nächsten. Immerhin: Die BVG kletterte sogar auf Platz fünf, zog aufgrund des knapp besseren Satzverhältnisses an der SG Vechelde/Lengede vorbei und liegt zwei Zähler vor der SG Hamburg. Dabei war in beiden Spielen Zählbares für Gifhorn drin...

Bezeichnend am Samstag der Start ins Match gegen Berlin, in der OHG-Halle, die nach Dacharbeiten endlich trocken blieb, wenn auch die LED-Lichtanlage an beiden Tagen erneut nur zur Hälfte funktionierte. Im ersten Herren-Doppel ließen Friedenstab und Patrick Thöne zum Auftakt drei Satzbälle liegen, unterlagen 25:27, 18:21. Parallel sammelten Larina Tornow und Lea Dingler zwar genauso viele Spielpunkte wie ihre Gegnerinnen, hatten aber in drei Sätzen verloren. „Es war echt enttäuschend, die entscheidenden zwei, drei Prozent haben immer irgendwie gefehlt. Gerade in diesen beiden Spielen und im Mixed war mehr drin“, so Friedenstab. Bei den Duellen auf Augenhöhe waren es auch in der Folge fast immer die Gifhorner, die als Erste blinzelten. Der BVG-Kapitän selbst in seinem Einzel und das Mixed mit Dingler und Yannik Joop zogen jeweils den Kürzeren, wenn es in die Satzverlängerung ging. So blieben die Einzelsiege von Gifhorns Tornow und Thöne die einzigen Erfolge beim 2:6.

Am Sonntag lief es dann für Gifhorn lange besser. Friedenstab gewann mit Thöne gleich das Doppel, ehe beide im späteren Verlauf zu tragischen Figuren wurden.

Friedenstab führte im Top-Einzel im zweiten Satz mit 19:16 gegen Mateusz Biernacki, holte dann keinen Punkt mehr – und verlor. „Den Satz darf ich nicht abgeben“, so der Kapitän. Und Thöne? Der hatte bisher alle sieben Einzel an Nummer 2 gewonnen, gab dann beim Stand von 15:21 und 13:18 gegen Christopher Straßburger auf. Grund: Schmerzen und Frust. „Meine Knie sind entzündet, ich spiele mit Schmerzmitteln“, so Thöne, dem dann Schiri-Entscheidungen den Rest gaben. „Es hätte statt 13:18, 17:14 für mich stehen müssen.“ Die vier Fehlentscheidungen in Satz zwei habe ihm sogar sein Gegner nachher bestätigt. Warum nicht gleich? „Ich mache ihm keinen Vorwurf. Der Schiri hätte die Ballwechsel wiederholen lassen können.“ Thöne sah keine Chance mehr zu siegen. „Alles Knappe wurde ja gegen mich entschieden. Da wollte ich nichts riskieren. Die Gesundheit geht vor.“ Allerdings: Für Gifhorn war die Chance aufs Remis damit weg.

Dass es möglich gewesen wäre, dafür hatte neben Tornow das Mixed gesorgt. Dingler (die übrigens einen Verbleib über die Saison hinaus nicht ausschließt) und Joop feierten ihren ersten gemeinsamen Saisonsieg. „Es klappt immer besser“, so Dingler. Gut für Gifhorn, das im Keller weitere Punktoptionen gebrauchen kann.

Von Maik Schulze

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