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„Zu kompliziert“: Grizzlys verlieren 1:2

Eishockey „Zu kompliziert“: Grizzlys verlieren 1:2

Serie gerissen! Nach fünf Siegen in Folge mussten die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg gegen den ERC Ingolstadt eine 1:2- (0:1; 1:1; 0:0)-Heimpleite hinnehmen. Lediglich Gerrit Fauser traf für die Gastgeber, ansonsten lief offensiv nicht viel zusammen.

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Konnten das Ende der Serie nicht abwenden: Nach fünf Siegen in Folge kassierten die Grizzlys gegen Ingolstadt eine verdiente Heimniederlage.

Quelle: Tim Schulze

Wolfsburg. Unter den Augen von Ex-Fußball-Nationalspieler Günter Netzer, der wegen eines Auftritts bei der VW-Betriebsversammlung in Wolfsburg weilt, wussten die Teams zunächst vor allem defensiv zu überzeugen, klare Möglichkeiten gab es nicht viele. Mark Voakes nutzte einen schlecht getimten Wechsel der Ingolstädter zu einem gewaltigen Schlagschuss, den ERC-Goalie Jochen Reimer jedoch hielt. Auf der anderen Seite war Felix Brückmann im Wolfsburger Tor gefordert, Michael Collins und Jacob Berglund versuchten es mit einem Querpass direkt vor dem Gehäuse – doch Brückmann hielt ganz stark mit dem Beinschoner.

Nach einem Fehler in der Offensiv-Zone fand Berglund dann erneut Collins, der fuhr allein auf Brückmann zu und fand Sekunden vor Drittelende eine Lücke unter der Stockhand des Grizzlys-Schlussmanns – das 1:0 aus Sicht der Gäste.

Nach der ersten Unterbrechung dauerte es dann keine drei Minuten, bis sich auch die Grizzlys in der Tor-Spalte des Spielberichts-Bogens eintragen durften: Gerrit Fauser fälschte einen Handgelenkschuss von Jeremy Dehner unhaltbar für Reimer ab, die Partie war wieder ausgeglichen. Der Auftakt für ein erneutes Vier-Tore-Spektakel im zweiten Drittel wie in den beiden Spielen zuvor? Nein! Nach dem Ausgleich dauerte es gerade einmal 92 Sekunden, bis Benedikt Schopper per Direktabnahme den alten Abstand wieder herstellte.

In der Folge gab es Chancen auf beiden Seiten, Voakes und Kris Foucault waren einem Treffer für die Grizzlys dabei am nächsten, konnten Reimer jedoch nicht noch einmal bezwingen. Auffällig: Die Grizzlys spielten zu kompliziert, nur bei Fausers Treffer brachten sie wie zuletzt so oft die Scheibe einfach aufs Tor. Auch Verteidiger Björn Krupp erkannte in der zweiten Pause: „Wir müssen zu unserem Spiel zurückkommen.“

So weit der Plan, doch an der Ausführung scheiterten die Wolfsburger im Schlussabschnitt: Erst zur Mitte des Drittels kam Bewegung in die Offensive, die jedoch nicht lange währte – zu harmlos waren die Vorstöße, und auch eine Überzahl-Gelegenheit bot sich nicht. Die einzigen beiden Strafzeiten gab es wegen übertriebener Härte gegen Brent Aubin und Ingolstadts Gregory Mauldin zeitgleich. Zwar probierte es Wolfsburg in der Schlussminute noch mit einem Extra-Angreifer, doch ein Tor wollte trotzdem nicht fallen.

„Wir sind nicht genug gelaufen, haben zu kompliziert gespielt“, erkannte Stürmer Voakes. „Ingolstadt war der beste Gegner seit langem. Wir müssen dieses Spiel hinter uns lassen.“ Offensiv-Kollege Fauser schlug in die selbe Kerbe, meinte: „Wir waren nicht hundertprozentig frisch, der letzte Schritt hat gefehlt. Ingolstadt hat ultra-hart verteidigt und war einen Tick besser, das müssen wir leider anerkennen.“

Und auch Coach Pavel Gross sah in Ingolstadts Abwehr den Schlüssel zum Sieg der Gäste. „Der ERC hat defensiv sehr gut gespielt, gleichzeitig hatten wir in der offensiven Zone nicht den nötigen Biss. Darum hat der Gegner den Sieg verdient.“ Die Köpfe hängen bei den Wolfsburgern jedoch nicht, wie Gross betonte: „Wir bleiben positiv!“

Von Yannik Haustein und Jakob Schröder

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