Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° stark bewölkt

Navigation:
„Wie hoch man verliert, ist in den Play-Offs egal“

Grizzlys nach 2:7-Pleite kämpferisch „Wie hoch man verliert, ist in den Play-Offs egal“

Selten zuvor war ein Finalist in den Play-Offs um die deutsche Eishockey-Meisterschaft so gedemütigt worden wie am Ostersamstag die Grizzlys Wolfsburg. Vor 4503 Zuschauern unterlagen sie in der ausverkauften Eis-Arena dem amtierenden Meister EHC München mit 2:7 (2:2, 0:3, 0:2). Bereits am Ostersonntag, keine 24 Stunden später, steht schon die Reise zum möglicherweise letzten Spiel gen Süden an.

Voriger Artikel
München nach 7:2 in Wolfsburg vor Titelverteidigung
Nächster Artikel
Grizzlys verlieren 0:4! München wieder Meister!

„Wie hoch man verliert, ist in den Play-Offs egal“: Grizzlys-Trainer Pavel Gross (r.) gab sich nach der Niederlage in Spiel 4 kämpferisch.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Am Ostermontag (15.15 Uhr, live bei Sport1) ist München für Spiel 5 der Serie Gastgeber. Die Grizzlys gaben sich kämpferisch, aber sie brauchen ein Wunder.

„Wie hoch man verliert, ist in den Play-Offs egal“, erklärte Trainer Pavel Gross. „Die Höhe der Niederlage spielt keine Rolle, es ist ein verlorenes Spiel“, sagte Routinier Mark Voakes. Doch allen ist innerlich natürlich klar, dass der Traum vom ersten Titel für die Grizzlys auch im dritten Anlauf wahrscheinlich nicht Realität wird. Erst ein einziges Mal ist in der DEL-Geschichte ein 1:3-Rückstand in einer Best-of-Seven-Serie gedreht worden. Und das war nicht im Finale. Und es gelang dem Favoriten.

Wolfsburg ist gegen München Außenseiter. Und wenn auch die Wolfsburger sich einig zeigten, dass es am Samstag im Wesentlichen an der Disziplin und den vielen Strafen gelegen habe, dass die Partie verloren ging, so war doch festzustellen: München war am Samstag frischer, spritziger, spielstärker.

Erstmals in dieser Serie wirkten die Wolfsburger müde. Sie hatten in den Play-Offs vier Partien mehr absolviert, für einige war es sage und schreibe Saisonpartie Nummer 69. Ob das der zuschauenden deutschen U-18-Fußball-Nationalmannschaft bewusst war, die einen Lehrgang in Wolfsburg absolvierte, ist fraglich. Sie sahen zwei Tage nach der 1:2-Heimniederlage gegen Wolfsburg auf jeden Fall einen hochmotivierten, hungrigen, eiskalten Titelverteidiger, der Wolfsburgs Strafen gnadenlos dreimal nutzte. „Vielleicht haben wir zu viel gewollt“, glaubte Gross einen Grund für die vielen Strafen ausgemacht zu haben. Wenn das der Hauptgrund war, besteht noch Hoffnung.

Dabei hatten sogar die Gastgeber im vierten Finalspiel erstmals selbst in Überzahl getroffen. Sogar gleich zweimal, zum 1:0 und zum 2:1. Doch das reichte nicht. Zu ungeordnet, teils hilflos wirkte das Bemühen. Jeremy Dehner hatte das 1:0 erzielt, gegen den Klub, mit dem er in der vergangenen Saison Meister geworden war. „Wir müssen aus diesem Spiel lernen“, sagte er. „Wir müssen smart und diszipliniert spielen. Wir haben schon ein Spiel in München gewonnen, wir wissen, wie es geht.“

Jedoch brauchen die Grizzlys noch drei Siege, München nur noch einen einzigen. Am Mittag des Ostersonntag trainierten die Wolfsburger, am Nachmittag flogen sie von Waggum aus nach Manching bei Ingolstadt, wo sie übernachten, ehe am Montag Spiel 5 in München steigt. Danach fliegen sie sofort zurück. Und haben Urlaub. Oder ein sechstes Spiel am Mittwoch in Wolfsburg, wo die Grizzlys noch keinen Sieg in inzwischen sechs Final-Heimspielen gelandet haben.

rau/jsc/yps

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grizzlys Wolfsburg
Vergleiche die Wettquoten für Spiele vom VfL Wolfsburg bei SmartBets.