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Warum die Grizzlys wieder richtig feiern

Eishockey Warum die Grizzlys wieder richtig feiern

Seit einigen Spielen feiern Wolfsburgs Eishockey-Profis nach Siegen direkt im Anschluss an das Spiel. Das war lange nicht mehr so und macht alle froh.

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Die Grizzlys feiern auf dem Eis. Das gibt es jetzt bei Sieg wieder direkt nach dem Spiel.

Quelle: CITYPRESS24

Wolfsburg. Genesis intonieren „I Can’t Dance“ und die Wolfsburger Eishockey-Profis jubeln mit ihren Kindern auf dem Eis, formieren sich zu einer Raupe, feiern mit den Fans. Und das tun sie seit einiger Zeit wieder richtig: Nach einem Sieg bleibt die Mannschaft auf dem Eis.

Sieg und gleich Party auf dem Eis – gefühlt hat es das zuletzt zu Zweitliga-Zeiten gegeben. In den vergangenen Jahren war es üblich, dass die Mannschaft nach einem Spiel erst einmal in der Kabine verschwand. Doch seit der Partie gegen Schwenningen ist das anders.

Manager Charly Fliegauf erklärt: „Der Wunsch, nach einem Sieg gleich draußen zu bleiben, wurde von den Fans an uns herangetragen.“ Die finden die Veränderung gut. Die Mannschaft auch. Urgestein Sebastian Furchner: „Das ist besser so. Für alle Zuschauer, aber auch für uns Spieler. Denn dann sind einfach noch mehr da, ist die Stimmung viel besser.“ Insbesondere nach Sahnetagen (wie etwa beim 6:2 gegen Mannheim), wenn Spieler und Fans regelrecht euphorisiert sind, ist ein Abgang in die Kabine ein Stimmungstöter. Zumal in Wolfsburg die Zuschauer eher zügig abwandern.

Zuletzt passte alles prächtig zusammen. Die Grizzlys sind wieder richtig heimstark, es konnte viel gefeiert werden. Nicht immer bleiben alle Akteure draußen, manchmal sehnt sich der eine oder andere nach dringender Behandlung beim Physiotherapeuten oder auf der Massagebank. Das gehört auch dazu. Doch alle anderen werden so vor volleren Rängen abgefeiert, als es jahrelang üblich war, wenn nicht gerade ganz große Siege gefeiert worden waren. Der Spieler des Spiels, den die Mannschaft vorschickt, macht mit den Fans die Welle. Oder die sogenannte „Uffta“, bei der ein Profi für den Fan-Chor vorsingt. Sogar Furchner, der nicht so gern im Vordergrund steht, griff gegen Mannheim nach seinem 900. Spiel zum Megafon.

Und wenn die Musik zu „I Can’t Dance“ ertönt, ziehen Armin Wurm oder Björn Krupp an, die Raupe fährt los. „Das ist eine Tradition“, so Furchner, „die wir aufrechterhalten wollen.“ Nicht nur die Aktiven und die Zuschauer haben daran Freude, auch für die Kinder der Spieler „ist der Jubel auf dem Eis ein Highlight“, so Furchner. Wieder richtig Stimmung bei Ehrenrunden – Fliegauf: „Es war ein Wunsch der Anhänger, den Schwung nach einem Erfolg so gleich mitzunehmen.“ Auch er ist glücklich mit der Änderung, die für viele Fans eine Herzensangelegenheit war. Der Manager gibt zu: „Das war uns gar nicht so bewusst.“

Von Jürgen Braun

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