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Grizzlys Wolfsburg Sogar Fauser junior zitterte mit
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Sogar Fauser junior zitterte mit
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21:28 25.02.2018
Silber für den Ehemann: Jenny Fauser vor dem TV. Quelle: privat
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Danndorf

Zwei Grizzlys stürmten ins olympische Eishockey-Finale, verpassten Sonntagfrüh haarscharf sogar noch die nächste Sensation und Gold.Und im Hause von Stürmer Gerrit Fauser fieberte die gesamte Nachbarschaft um Gattin Jenny und den knapp acht Wochen alten Sohn Ben Constantin mit.

„Wir haben alle Spiele geschaut“, sagte Jenny Fauser. Sie war nach dem Finale geschafft, aber nicht entnervt. „Vor dem Halbfinale war ich nervöser“, sagt die Bremerin, die ihren Gerrit zu dessen Bremerhavener Zeit kennengelernt und im Sommer 2016 geheiratet hatte.

Nicht nervös? „Vor dem Finale hatte er ja schon eine Medaille sicher. Aber wichtiger als das ist mir, dass er in einem Stück zurückkommt.“ Sie ist schon lange mit ihm zusammen, „aber ich zucke immer noch zusammen, wenn er was abkriegt, bin immer froh, wenn er allein wieder aufstehen kann.“ Auf dem Weg ins Finale hatte Fauser einen Schuss ins Gesicht gekriegt, die Lippe musste mit mehreren Stichen genäht werden. „Zu Hause werden wir ihn trotzdem alle abknuddeln, Ich, Ben, unser Hund Puggle – da muss er durch.“

Silber für Fauser und Björn Krupp von den Grizzlys, Wolfsburgs erste olympische Wintermedaillen überhaupt. „Wunderbar, auch wenn es schade war, dass es nicht ganz gereicht hat, sie griffen ja schon nach Gold“, so Jenny Fauser.

Kurz vor Schluss hatte das DEB-Team mit 3:2 geführt, dann gewann der haushohe Favorit und Rekordweltmeister aus Russland. Deutschland hatte sich wie aus einem Guss präsentiert. „Auf die Art und Weise, die uns auch stark macht“, analysierte Grizzlys-Manager Charly Fliegauf. „Wolfsburg ist etwas Besonderes“, meint auch Jenny Fauser. „Hier ist schon ein besonderer Zusammenhalt – unter den Spielern, den Partnerinnen der Spieler.“ Oder eben wie bei den Fausers in der Nachbarschaft. In Danndorf hat sich die Familie vor einem Jahr ein Haus gekauft. „Diese Nachbarschaft ist weltklasse“, sagt Jenny Fauser. Aus dieser Gemeinschaft kam auch die Idee zu den Partys. „,Warum treffen wir uns nicht einfach bei den frühen Spielen zum Frühstück?’, hieß es“, erinnert sie sich. „Es wurde gemeinsam gejubelt und anschließend getafelt, nur manche mussten gleich zur Arbeit.“

Fürs Finale gab es sogar speziellen Kuchen – in den deutschen Farben und eine Variante mit den olympischen Ringen. Immer dabei: Sohn Ben Constantin. Mit einem Schnuller. Den braucht er normalerweise nicht, aber man konnte ihn speziell gestalten lassen. Und darum führte kein Weg dran vorbei. Fausers Name und Nummer sowie die Ringe prangen auf dem Nuckel. Jenny Fauser: „Den hatte er seit dem ersten Spiel, er hat Glück gebracht. Silber und fast Gold, wer hätte das denn vor dem ersten Spiel gedacht...?“

Von Jürgen Braun

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