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Söldner-Vorwürfe "tun schon weh"

Eishockey Söldner-Vorwürfe "tun schon weh"

Harte Wochen liegen hinter Eishockey-Nationalspieler Christopher Fischer. Nach schwerer Knieverletzung musste er lange auf eine Operation warten. Fast zeitgleich mit der OP entschied er sich, ab der kommenden Saison für Mannheim zu spielen. Gestern kam Fischer aus dem Krankenhaus - WAZ-Sportredakteur Jürgen Braun sprach mit ihm.

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Schnell fit werden: EHC-Nationalspieler Christopher Fischer hat das Krankenhaus verlassen.

WAZ: Wie geht es Ihnen?
Fischer: Ich fühle mich gut, das Knie ist schmerzfrei. Ich darf den Fuß des operierten Beines schon leicht aufsetzen und das Knie schon anbeugen.

WAZ: Dadurch, dass erst Knorpelgewebe gezüchtet werden musste, mussten sie warten...
Fischer: Ja. Jetzt muss ich zwar auf Krücken laufen, aber das ist eher ein besseres Gefühl, weil ich nun weiß, dass die Heilungsphase beginnt.

WAZ: Wie geht es weiter?
Fischer: Ich bin jetzt bei meinen Eltern in der Nähe von Heidelberg. Am Sonntag spielt der EHC in Mannheim. Meine Freundin wird mit runterkommen, einige andere Spielerfrauen auch, denen zeigen wir Heidelberg. Nach dem Spiel komme ich mit zurück nach Wolfsburg.

WAZ: Können Sie schon absehen, wie der Heilungsverlauf weitergehen könnte?
Fischer: In drei Wochen ist ein Arzttermin, dann gibt es Knorpelaufbauspritzen und dann geht es Schritt für Schritt weiter. Ich würde gern noch in dieser Saison spielen. Aber das kann man jetzt noch nicht absehen.

WAZ: Sie werden den EHC verlassen. Die Entscheidung hatte eigentlich früher fallen sollen...
Fischer: Ich musste doch länger überlegen. Mannheim kann mehr zahlen als Wolfsburg, aber es ging nicht nur ums Geld, sonst hätte ich vor einem Jahr nicht noch eine Saison beim EHC angehängt. Die Entscheidung war nicht leicht.

WAZ: Und sie fiel dann für Geld und Heimat?
Fischer: Eigentlich fühle ich mich inzwischen in Wolfsburg zu Hause. Letztlich passt für mich in Mannheim das Gesamtpaket.

WAZ: Es wird ein längerer Kontrakt sein?
Fischer: Es ist längerfristig, ich muss ja nach der langen Pause auch wieder reinkommen.

WAZ: Viele Fans sind traurig, manche sauer.
Fischer: Vorwürfe wie Söldner tun schon weh. Wir sind Profis, wir haben nur eine begrenzte Zeit. Ich bin Wolfsburg dankbar für die Chance. Aber ich denke, ich habe auch etwas gegeben.

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