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Grizzlys Wolfsburg Sensationelle Grizzlys nach 1:3 gegen Berlin fast raus
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Sensationelle Grizzlys nach 1:3 gegen Berlin fast raus
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23:15 21.03.2018
Bitter: Die Eisbären triumphierten mit 3:1 bei den Grizzlys, stehen mit einem Bein im Halbfinale. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Es zählt nur das Ergebnis! Mit 1:3 (1:1, 0:1, 0:1) verloren die Grizzlys Wolfsburg Play-Off-Viertelfinalspiel gegen die Eisbären Berlin, liegen nun in der Serie 1:3 hinten. Am Freitag können die Eisbären daheim den vierten fürs Halbfinale notwendigen Sieg schaffen. Wolfsburg ist so gut wie raus, aber hätte es einen Punktsieger gegeben es wären die total dezimierten Gastgeber gewesen, die einen überragenden Kampf boten, unglücklich und zwischenzeitlich erneut dezimiert unterlagen.

Erstes Drittel: Wolfsburgs Kader ist immer noch klein, das Herz der gebeutelten Grizzlys aber riesengroß. Sie änderten ihren Stil nicht, attackierten früh und giftig. Petri Vehanen in Berlins Kasten bekam unter anderem durch Schüsse von Höhenleitner gleich Arbeit. Und dann ging ein Schuss von der blauen Linie beim ersten Berliner Angriff rein – 0:1. Bitter! Doch Wolfsburg blieb unbeeindruckt. Alexander Weiß, Philip Riefers und Alexander Karachun, die als Formation richtig Feuer machten, scheiterten nacheinander, dann tankte sich Riefers überagend durch – und traf zum Schluss die Scheibe nicht. Weiß (9.) stürmte in Jonas Müllers schlechten Pass, drückte ihn auf Vehanen, Berlins James Sheppard kam zu Fall, Karachun traf, doch der rutschende Sheppard hatte das Tor verschoben – knapp, bevor der Puck drin war, wie auch die Schiedsrichter nach fünfminütigem Videostudium befanden. Die Grizzlys drängten, erzwangen Breaks, blieben glücklos. Tyson Mulock (13.) etwa verzog. Egal! Wolfsburg marschierte, erzwang ein Powerplay und belohnte sich für eine bis dahin schon sensationelle Vorstellung: Weiß zog ab, Höhenleitner fälschte ab – 1:1.

Zweites Drittel: Die Gastgeber mussten ohne vier ihrer fünf designierten Mittelstürmer (Tyler Haskins, Mark Voakes, Fabio Pfohl, Kamil Kreps) auskommen, spielten oft gut am Bullypunkt, dazu insgesamt wie aus einem Guss und suchten weiter ihr Heil im Vorwärtsgang, Weiß (22.) stahl die Scheibe hinter dem Berliner Tor, bekam sie aber davor nicht mehr unter Kontrolle. Die Eisbären boten immer wieder etwas an, retteten sich aber immer wieder und hatten mehr Glück: Bully-Gewinn, Micki DuPont mit dem Hammer, Jerry Kuhn muss prallen lassen, keiner räumt ab, André Rankel schnappt sich die Scheibe, am Rückhandschuss ist Kuhn noch mit der Kelle dran – es reicht nicht: 1:2. Und es wurde noch bitterer: Berlins Sven Ziegler drehte sich an der Bande vor dem zum Check ansetzenden Stephen Dixon weg, fing sich den Check dadurch von hinten und blieb liegen. Dixon kassierte eine Spieldauerstrafe – sehr hart. Irre: Die Grizzlys arbeiteten die fünf Minuten Unterzahl, obendrein zwei davon mit drei gegen fünf ab. Einen richtigen Mittelstürmer hatten sie nun nicht mehr, aber endgültig die Herzen ihres Anhangs. Kuhn lief heiß – und vor ihm? Was für ein Fight! Das Team von Pavel Gross blieb ohne ein halbes Dutzend Top-Spieler am Drücker, allein – es fehlte unter anderem in einem weiteren Powerplay das letzte Quäntchen Glück, zudem hatten die Berliner viel Freiheit, was Fouls in dieser Phase anging.

Drittes Drittel: Marcel Noebels direkt allein auf Kuhn – Wolfsburgs Keeper wieder überragend. Danach Berlin etwas besser, die Grizzlys, bei denen jeder aufopferungsvoll fightete, lauerten. Und die Chance kam. Überzahl, dann direkt noch vier Minuten Powerplay, weil Frank Hördler Jimmy Sharrow mit hohem Stock am Kopf getroffen hatte.

Es reichte nicht. Vehanen entschärfte zwei gute Schüsse des starken Conor Allen, Berlin traf dann noch ins leere Netz, als die Grizzlys alles riskierten. Jetzt müssen sie noch so eine Wahnsinns-Leistung in Berlin aufs Eis zaubern. Und am Freitag gewinnen.

Von Jürgen Braun

Rein optisch ist er ein Chamäleon, sportlich offenbar auch: Stephen Dixon hat sich zum Monster entwickelt. Nicht optisch. Nur sportlich. Zum Play-Off-Monster. Zu dem Typ Spieler, der sich fast immer in den Play-Offs entwickelt. Einer, der urplötzlich skort wie noch nie. Wie Dixon bei den Grizzlys. Und die Art, wie es bei ihm passiert, macht Hoffnung, dass die Grizzlys die Eisbären Berlin noch einmal packen können. Am Mittwoch (19.30 Uhr) ist im Heimspiel die Chance zum Ausgleich in der Play-Off-Serie da.

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