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Schock vor Play-Offs: Ex-Grizzlys-Coach Toni Krinner tot

Grizzlys Wolfsburg Schock vor Play-Offs: Ex-Grizzlys-Coach Toni Krinner tot

Die Krankheit hatte ihn gezeichnet. Wie schlecht es ihm ging - Toni Krinner hatte es zuletzt wohl verschwiegen. In der Nacht zu Donnerstag verstarb der Eishockey-Coach, der die Grizzlys Wolfsburg 2007 ins Eishockey-Oberhaus zurückgeführt hatte und der mit ihnen Pokalsieger geworden war.

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Der ehemalige Coach der Grizzlys Wolfsburg ist verstorben.

Wolfsburg. Krinner wurde nur 49 Jahre alt. Bei den Grizzlys herrschten Trauer und Bestürzung. „Wir sind geschockt“, sagte Manager Charly Fliegauf, „Toni war viereinhalb Jahre unser Trainer hier.“ Klar ist: „Wir spielen das erste Play-Off-Heimspiel gegen Köln mit Trauerflor.“ Nicht nur zwei große sportliche Erfolge sind mit Krinner verbunden, er war und ist auch so bei den Grizzlys verwurzelt.

Im Aufstiegsjahr hatte Fliegauf sein Amt in Wolfsburg angetreten, danach arbeiteten die beiden als Manager und Chefcoach noch bis 2010 zusammen. Früher hatte es die Konstellation Manager Fliegauf/Spieler Krinner in Augsburg gegeben, als Spieler schafften sie gemeinsam mit Augsburg den Erstliga-Aufstieg.

Cheftrainer Pavel Gross war von 2008 bis 2010 Krinners Assistenz-Coach in Wolfsburg, auch er war tief betrübt: „Er war noch so jung, ein guter Kerl. Wir sprechen seiner Familie unser Beileid aus.“

Stürmer Norm Milley, sieben Jahre Grizzly, der jetzt bei der Düsseldorfer EG seine Karriere beendet, schrieb bei Facebook auf die Grizzlys-Seite: „Sehr traurig. Viele großartige Momente mit einer tollen Mannschaft. Die Milley-Familie kondoliert.“

Mit vielen Spielern, die noch in Wolfsburg sind, hatte der Tölzer Krinner lange gearbeitet, etwa Sebastian Furchner. Der sagte: „Das ist einfach nur traurig.“ Genau wie Fliegauf hatte er noch viel Kontakt zum Ex-Coach, erzählte: „Ich habe ihm jüngst noch die Nummer von Matt Dzieduszycki besorgt.“ Krinner habe den Wolfsburger Ex-Torjäger aus Kanada noch zu den Ravensburg Towerstars holen wollen.

Mit dem Zweitligisten hatte Krinner als Trainer bis vor kurzem noch um den direkten Klassenerhalt gekämpft, alles gegeben, wahrscheinlich verschwiegen, wie sehr er schon litt. Vergangene Woche hieß es, er werde sich einer Gallenstein-Operation unterziehen, aber wahrscheinlich war der 2015 diagnostizierte Lymphdrüsenkrebs zurück. Der Ex-Profi, so teilten die Towerstars mit, erlag einem Nieren- und Leberversagen.

Krinner hinterlässt eine Lebensgefährtin, die er im April heiraten wollte und mit der er eine kleine Tochter hat. Zudem hat er aus erster Ehe zwei erwachsene Kinder.

von Jürgen Braun

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