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„Nicht hart genug“: Grizzlys unterliegen München 2:4

Eishockey „Nicht hart genug“: Grizzlys unterliegen München 2:4

Im dritten Anlauf gab’s die erste Niederlage: Gegen den EHC München hatten die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg dieses Mal in einer lange offenen Partie das Nachsehen, verloren gegen den zum Ende hin konzentrierteren Meister mit 2:4 (1:2, 1:1, 0:1).

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Erstmals am Boden: Die Grizzlys (u. Stephen Dixon, r. Tyson Mulock) mussten ihre erste Saisonniederlage gegen Meister München einstecken.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Ein Spitzenspiel war es im ersten Drittel ohne Frage, Wolfsburg machte gleich Druck in Münchens Defensiv-Zone. Das erste Tor fiel jedoch in Jerry Kuhns Kasten: Die Grizzlys räumten vor dem Tor nicht konsequent genug auf, Münchens Patrick Hager nutzte das Gewühl zum Führungstreffer. Das ließen die Hausherren allerdings nicht auf sich sitzen, gleich im Gegenzug war die Scheibe nach einem Schuss von Brent Aubin drin – das Tor wurde jedoch zurückgepfiffen, da die Unparteiischen dachten, Gäste-Keeper Danny aus den Birken hätte sie festgehalten.

Trotzdem ging es weiter nach vorn, und letztlich war es Jeremy Dehner, der eine weitere Möglichkeit im oberen Eck unterbrachte. Im Anschluss war München wieder mehr im Vorwärtsgang, und ähnlich wie beim 0:1 nutzte Jason Jaffray Verwirrung vor Kuhns Tor zur erneuten Führung für die Gäste. Wolfsburgs Kris Foucault vergab kurz darauf einen Penalty, trotz mehr Grizzlys-Präsenz blieb es beim Rückstand zur Pause.

Auch danach ging es flott weiter, Wolfsburg versuchte es mit Druck in Münchens Drittel. Doch auch die Gäste nahmen den Fuß nicht vom Gas, mussten aber eine Unterzahl hinnehmen. Mit einem Mann mehr spielten die Grizzlys stark auf, konnten jedoch keine zwingenden Chancen finden. Letztlich war es wieder München, das zuerst zuschlug: Daryl Boyle überraschte mit einem Schuss direkt nach dem Bully, Kuhn konnte die Scheibe nicht sehen – 1:3. Lange ließ die Antwort aber nicht auf sich warten, denn Comebacker Dehner zündete auf dem linken Flügel den Turbo, steckte stark auf Tyson Mulock durch, schon war der alte Abstand wiederhergestellt. Beide Seiten konnten danach gute Chancen verbuchen, ein starker Auftritt bei vier gegen vier von Wolfsburg wurde jedoch nicht belohnt.

Auch im Schlussdurchgang schien es wie gehabt weiterzugehen, eine Wolfsburger Drangphase zu Drittelbeginn ließ Hoffnung aufkommen. Mit zwei Überzahl-Spielen waren die Gelegenheiten da, stattdessen fiel im zweiten Grizzlys-Powerplay die Entscheidung: Wolfsburg war in der Rückwärtsbewegung zu träge, Brooks Macek völlig frei – der Münchner fand die nach einem Schuss frei im Torraum liegende Scheibe und musste nur noch zum 4:2 aus Gäste-Sicht einschieben. Der amtierende Meister brachte die Partie dann konzentrierter und sicherer zu Ende, sicherte sich seinen fünften Sieg in Folge.

Dehner resümierte: „Wir haben eigentlich vieles richtig gemacht, Kleinigkeiten haben entschieden. München hat die Rebounds genutzt, es waren billige Tore, aber auch die muss man machen.“ Mulock fügte an: „Wir haben nicht so hart gespielt, wie wir sollten, und waren vor dem eigenen Tor nicht stark genug.“ Das fiel auch Grizzlys-Coach Pavel Gross auf, der dies auch auf den Angriff bezog und zudem die zweite Powerplay-Formation um Mark Voakes anzählte: „Es kann nicht sein, dass sie in den letzten acht Spielen drei Gegentore kassiert hat. Das Spiel fällt in die Kategorie: Lieber vergessen.“

Von Yannik Haustein und Jakob Schröder

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