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Grizzlys Wolfsburg Nach dem Play-Off-Aus: So planen die Grizzlys! Kreps bleibt vielleicht
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Nach dem Play-Off-Aus: So planen die Grizzlys! Kreps bleibt vielleicht
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23:00 25.03.2018
Bleibt vielleicht bei den Grizzlys: Mittelstürmer Kamil Kreps (r.) steht noch auf dem Zettel. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Trainer Pavel Gross geht, für ihn kommt Pekka Tirkkonen – auch im Team der Grizzlys gibt es einen Umbruch. Der Kader für die neue Saison ist schon recht weit gediehen, hat aber eine Tücke. Und die betrifft Kapitän und Urgestein Tyler Haskins.

„Das könnte Probleme geben“, sagt Manager Charly Fliegauf, der dem Mittelstürmer die Daumen drückt, dass der die Folgen seiner jüngsten Gehirnerschütterung bald in den Griff kriegt. Haskins hatte 2012 schon einmal eine, zu Saisonbeginn war er wegen Gehirnerschütterungssymptomatik auch schon mal ausgefallen. Seine jüngste Pause dauert seit Januar an, er schaffte das Comeback nicht, bekam offenbar immer wieder Probleme. Der Mittelstürmer und Leader ist noch bis 2020 gebunden, doch so lange, wie er nicht fit ist, hat Fliegauf keine Planungssicherheit für die Center-Positionen. Nick Latta bekommt eine, auf die drei anderen kommen Importspieler, einer soll Haskins sein. Kamil Kreps hat noch eine Chance. Kreps ist auch der einzige noch nicht gebundene Akteur, der, Stand jetzt, noch bleiben könnte. Manch anderer hat schon woanders unterschrieben, etliche wussten, dass sie sich neu orientieren müssen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass einige, etwa Philip Riefers oder Alexander Karachun, in den Play-Offs richtig aufzündeten. In der regulären Saison gelang ihnen das oft nicht so. Robbie Bina hatte sich in der Vorsaison schon als verletzungsanfällig erwiesen. Bei Jimmy Sharrow war der Output nicht mehr so hoch, zudem müssen die Grizzlys versuchen, auf einigen Positionen billiger (durch Import-Neuzugänge) zu werden, nachdem in den vergangenen Spielzeiten unter anderem die Kontrakte von Brent Aubin und Gerrit Fauser sowie jüngst auch von Kris Foucault aufgewertet worden waren. Ähnliches wird bei Björn Krupp und Armin Wurm anstehen, wenn man die beiden deutschen Top-Verteidiger über die kommende Saison hinaus halten will.

Festgelegt hat sich Fliegauf mit Tirkkonen schon auf die Verteilung von neun Import-Lizenzen – „drei hinten, sechs vorn“. Hinten wird die dritte an einen Rechtsschützen gehen müssen, deshalb hat die überzeugende Spät-Verpflichtung Conor Allen keine Chance auf einen neuen Kontrakt. Zugang Wade Bergmann (deutscher Pass) könnte die Güte eines Imports als Linksverteidiger haben, buchte mehr Punkte als Bina und Sharrow zusammen.

Vorne müssen auf jeden Fall zwei Import-Center kommen, dazu ein Flügel. Interessant und wahrscheinlich im Visier der Grizzlys: Der Kanadier Brandon Alderson (26) von Zweitligist Heilbronn (52 Spiele, 25 Tore, 29 Vorlagen in der Hauptrunde, sieben Spiele, vier Tore, drei Vorlagen in den Play-Offs). Er wird aber auch mit Villach in Verbindung gebracht.

Die Übersicht über den Grizzlys-Kader

Bei den Grizzlys stehen 2018/19 unter Vertrag (I=Importlizenz):

Tor: Jerry Kuhn (2019), Felix Brückmann (2020). Linke Verteidiger: Jeremy Dehner (I/2020), Armin Wurm (2019), Björn Krupp (2019). Rechte Verteidiger: Torsten Ankert (2019), Jeff Likens (I/2020). Center: Tyler Haskins (I/2020), Nick Latta (2020, zuletzt Köln). Flügelstürmer: Brent Aubin (I/2020), Sebastian Furchner (2020), Gerrit Fauser (auch Center möglich, 2020), Christoph Höhenleitner (2019), Alexander Weiß (2019), Kris Foucault (I/2019).

Unbestätigte Zugänge: Kevin Maginot (linker Verteidiger oder Flügelstürmer, zuletzt Kassel/Mannheim), Wade Bergman (Linker Verteidiger, Bremerhaven), Marius Möchel (Linksaußen, Nürnberg).

Abgänge: Mark Voakes (München), Fabio Pfohl (Köln), Jimmy Sharrow, Robbie Bina, Stephen Dixon, Alexander Karachun, Tyson Mulock, Marcel Ohmann, Philip Riefers, Conor Allen (alle unbekannt).

Von Jürgen Braun

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