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Gross macht Druck: „Wir haben nur mit dem Grizzlys-Weg eine Chance“

Eishockey: Wolfsburg erwartet am Sonntag den Meister Gross macht Druck: „Wir haben nur mit dem Grizzlys-Weg eine Chance“

Die Gegner sind nicht gerade Wolfsburgs Lieblinge, doch das muss den Grizzlys egal sein. Das punktlose Schlusslicht des Eishockey-Oberhauses will die Wende.

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Geht in die Zweikämpfe, geht auf den Grizzlys-Weg! Coach Pavel Gross fordert von seinen Schützlingen zehn bis 20 Prozent mehr als zuletzt, mehr Biss und mehr Laufbereitschaft über die komplette Spieldistanz.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Coach Pavel Gross hat der Null-Zähler-Start nicht geschockt, sagt: „Ich bin positiv gestimmt, weil ich weiß, was wir an Power haben, und dass wir noch Potenzial und Luft nach oben haben.“ Wird alles abgerufen, sollte aus den Spielen bei den Eisbären Berlin (Freitag, 19.30 Uhr) und am Sonntag (16.30 Uhr) gegen München Zählbares kommen.

Die Gegner haben auch nicht gerade einen Raketenstart hingelegt. Berlin hatte daheim gegen Nürnberg verloren, ehe ein 7:2 in Bremerhaven folgte. Wolfsburg gewinnt nirgendwo so selten wie in der Hauptstadt, wo es den letzten Dreier 2014 gab. Das allerdings interessiert den Coach nur wenig. „Wir haben nur eine Chance, den Grizzlys-Weg: Laufbereitschaft und Zweikampfstärke, Hunger, die Zweikämpfe zu führen und zu gewinnen.“ Er wisse nicht, ob sein Team den Weg verlassen habe oder gar nicht drauf gewesen sei. Entscheidend sei: Er will sie jetzt auf dem Weg sehen, „von jedem zehn bis 20 Prozent mehr“.

Erst nach Berlin, dann kommt München – nach dem Auftakt in Mannheim (3:6) und gegen Köln (2:4) erneut ein strammes Programm, zwei weitere Top-Teams. Doch das, so sagt Tor-Zugang Jerry Kuhn, dürfe man so nicht sehen: „Wolfsburg gegen München hieß zuletzt zweimal das Finale, wer auf Wolfsburg schaut, sieht auch die Grizzlys als Top-Team.“

Das erste Wiedersehen nach dem Finale 2017 – die Wolfsburger wollen nach sechs Heimniederlagen in Folge gegen die Münchner (davon allein vier in zwei Finalserien) natürlich einen Sieg. Der Meister ist auch nicht gut gestartet. Zwei Punkten in Krefeld folgte ein 0:4 gegen Ingolstadt.

Hinten hat München Personalsorgen. Florian Kettemer fehlt in jedem Fall, hinter Konrad Abeltshauser, dem Shootingstar der Vorsaison, der getroffen hat wie ein Stürmer, steht ein dickes Fragezeichen. München hat noch fünf Importplätze frei, wird sich im Laufe der Saison noch verstärken. Diesmal ist das Team von Trainer Don Jackson vielleicht einfacher zu knacken als in ein paar Monaten.

Die Grizzlys brauchen Punkte, sie wollen Punkte. Das Start-Wochenende missraten, „das hat die Sinne geschärft“, sagt Manager Charly Fliegauf. Die Ergebnisse allerdings hat der Trainer schon wieder abgehakt. „Mehr als Ergebnisse interessiert mich der Weg“, sagt Gross. Der Grizzlys-Weg.

Von Jürgen Braun

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