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Grizzlys Wolfsburg Gross: „Das ist nicht unsere Mannschaft“
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Gross: „Das ist nicht unsere Mannschaft“
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16:11 04.12.2017
Das gefiel Pavel Gross nicht: Neun Gegentore kassierten die Grizzlys (l.) am Wochenende, hier jubelt Gegner Bremerhaven. Quelle: imago
Wolfsburg

Nachdem die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg vor und nach der Deutschland-Cup-Pause Mitte November in Topform auftraten, gab es zuletzt einen Dämpfer: Erst verlor das Team nach fünf Spielen wieder mit 1:2 gegen den ERC Ingolstadt, dann kam noch ein punktloses Wochenende obendrauf.

Das gab’s in der aktuellen Saison erst zweimal: Zum Saisonauftakt verloren die Grizzlys 3:6 am 8. September bei den Adlern Mannheim und zwei Tage später 2:4 gegen die Kölner Haie. Den ersten Punkt der neuen Spielzeit holte Wolfsburg im vierten Spiel mit einem 4:3-Overtime-Sieg gegen den EHC München. Mitte Oktober gingen die Grizzlys zum zweiten Mal über ein Wochenende leer aus, unterlagen am 15. Oktober mit 0:3 in Ingolstadt und am 17. Oktober mit 1:4 gegen die Nürnberg Ice Tigers.

Nun ist es mit einem 3:4 bei den Adlern Mannheim und einem 4:5 gegen die Fischtown Pinguins zum dritten Mal passiert – und das hatte seinen Grund: Die Defensive der Grizzlys war nicht wie zuvor sicher und blockte effektiv Schüsse. „Wir waren überhaupt nicht gut in der Defensiv-Zone“, befand Wolfsburgs Coach Pavel Gross nach dem Bremerhaven-Spiel am Sonntag. Unüblich für die Grizzlys, wie auch Abwehr-Mann Björn Krupp sagte: „Wir müssen hinten besser stehen und zu unserer Identität zurückfinden.“ Sebastian Furchner, der gegen Bremerhaven doppelt traf, will „schnellstens unsere Mentalität zurück aufs Eis bekommen.“ Heißt: Sicher stehen, Schüsse blocken, den Torhütern Felix Brückmann und Jerry Kuhn helfen und den Gegnern nicht so viele Räume für Chancen lassen wie vor allem gegen Bremerhaven.

Zur Abwechslung spielen die Grizzlys nun mal nicht unter der Woche – Zeit, um vor dem Match gegen die Nürnberg Ice Tigers am Freitag an der Ausrichtung zu feilen. „Wir haben eine Woche harte Arbeit im Training vor uns“, weiß Stürmer Gerrit Fauser. Davon ist auszugehen, auch weil Coach Gross am Sonntag sagte: „Neun Gegentore in den letzten zwei Spielen – das ist nicht unsere Mannschaft. Dafür übernehme ich die Verantwortung, und auch für das Training in der Woche.“

Es dürften also arbeitsintensive Tage werden. Positiv: Nach dem letzten Null-Punkte-Wochenende ging es für die Grizzlys deutlich bergauf. Erst fegte Wolfsburg die Straubing Tigers auswärts mit 6:1 aus der Halle, dann wurde es mit 6:2 gegen Mannheim erneut deutlich. Dass das Team das Ruder also wieder herumreißen kann, hat es schon einmal bewiesen.

Von Yannik Haustein, Jakob Schröder und Alex Heldt

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