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Grizzlys verlieren 1:3 in Bremerhaven! Ohmann verletzt

Eishockey Grizzlys verlieren 1:3 in Bremerhaven! Ohmann verletzt

Die Verfolger rücken näher, Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg unterlag am Freitag mit 1:3 (1:0, 0:1, 0:2) bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven. Für die Gäste traf der auffällige Fabio Pfohl. Schlimm: Stürmer Marcel Ohmann schied mit Verdacht auf schwere Knieverletzung aus.

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Es reichte nicht:: Einzig Fabio Pfohl, der hier noch eine gute Chance auslässt, traf für die Grizzlys in Bremerhaven. Wolfsburg verlor mit 1:3.
 

Quelle: Lothar Scheschonka

Bremerhaven.  Weiter Vierter, aber es ist wieder enger geworden für die Grizzlys Wolfsburg. Vor ausverkauften Haus von 4750 Zuschauern unterlag der deutsche Eishockey-Vizemeister am Freitag mit 1:3 (1:0, 0:1, 0:2) bei Verfolger Fischtown Pinguins. Für Wolfsburg traf in Bremerhaven nur Fabio Pfohl.

Mittags hatte der Aufsichtsrat vor den Grizzlys Aufmunterung nach dem angekündigten Trainerwechsel betrieben (siehe Bericht). Dass sich an Haltung nichts ändern, dass man unbeeindruckt bleiben werde, hatten unter der Woche schon Coach Pavel Gross und die Profis unisono erklärt. Und so spielten sie auch. Die ersten 20 Minuten zählten zu den besten der vergangenen acht Partien. Stark hatte Pfohl das 1:0 per Doppelpass mit Alexander Weiß herausgespielt. Danach hatten die Grizzlys in einem schnellen Spiel die dicksten Chancen. Pfohl spielte sich noch einmal prächtig durch, schloss dann zu schwach ab, Fauser verfehlte. Beide Teams ermöglichten sich relativ viele Konterchancen, allerdings ließen die Grizzlys Bremerhaven selten in gefährlich Positionen kommen. Bei Wolfsburg war Kamil Kreps nach längerer Verletzungspause wieder dabei. Der Tscheche spielte als Außen, nachdem er vor seiner Zwangspause noch als Center agiert hatte. Für ihn war Alex Roach nicht um Aufgebot. Bitter: Nach 15 Minuten waren die Grizzlys dezimiert. Besonders bitter: es traf den erneut starken Marcel Ohmann. Der absolvierte erst sein siebtes Saisonspiel nach überstandener Rückenverletzung, blieb bei einem eher leichten Check von Kevin Lavallee mit dem Standbein im Eis hängen, verdrehte sich das rechte Knie. Er wurde in die Kabine geleitet, das könnte ein längerer Ausfall werden.

Im zweiten Abschnitt erwischte Bremerhaven den besseren Start, es brannte einige Male vor Jerry Kuhns Kasten, Mike Hoeffel fand in Wolfsburg Keeper unter anderem seinen Meister. Hoeffel stand schonmal auf Wolfsburgs Wunschliste – sein Vertrag läuft aus.

 Der Ausgleich war verdient, aber unglücklich aus Wolfsburger Sicht: den Schlenzer von Mike Moore fälschten Jimmy Sharrow und wohl auch noch Björn Krupp unhaltbar für ihren Torwart ab. Ärgerlich: Ein Tor von Fabio Pfohl, bei dem der Puck durch die Maschen flog, zählte nicht. Grund: fast zeitgleich war – und das war falsch – wegen Torraumabseits abgepfiffen.

Gleich zu Beginn des letzten Abschnitts beförderte Jan Urbas den Puck an Kuhn vorbei, Robbie Bina kratzte ihn von der Linie. Im weiter schnellen Spiel hatte der Slowenen bald darauf mehr Glück. Aus spitzem Winkel traf er. Wolfsburg hatte letztlich ab dem zweiten Drittel nicht mehr den Zweikampfbiss, den Bremerhaven aufbrachte. Insgesamt hatten die Gäste zudem zu wenig Zug zum Tor (nur 16 Schüsse auf den Kasten). So verdienten sich die Gastgeber das 3:1 mit einem stark abgeschlossenen Zwei-auf-Eins-Konter. Durch die Niederlage ist eine große Verfolgergruppe näher an die Grizzlys gerückt. Zu der zählen auch die Iserlohn Roosters, die am Sonntag (16.30 Uhr) in die Eis-Arena kommen.

Grizzlys-Torschütze Pfohl: „Wir müssen kurz über dieses Spiel reden, dann abhaken, am Sonntag geht es weiter, jedes Spiel ist wichtig.“

Von Jürgen Braun

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