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Grizzlys Wolfsburg Grizzlys raus nach Wahnsinns-Spiel: Berlin gewinnt 7:6 nach Verlängerung
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Grizzlys raus nach Wahnsinns-Spiel: Berlin gewinnt 7:6 nach Verlängerung
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23:30 23.03.2018
Alles versucht, alles gegeben, nichts bekommen. Für die Grizzlys (M. Jerry Kuhn) waren die Play-Offs am Freitag vorbei. Berlin gewann Spiel fünf des Viertelfinales mit 7:6 n. V. Quelle: City-Press GbR
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Berlin

Die Eishockey-Saison 2017/18 ist für die Grizzlys Wolfsburg beendet, zugleich das zehnjährige Wirken (davon acht Jahre als Chef-Coach) von Pavel Gross (geht nach Mannheim) in Wolfsburg. Die Grizzlys verloren nach Verlängerung 6:7 (2:1, 1:3, 2:3) vor 14.200 Zuschauern bei den Eisbären Berlin Viertelfinale fünf und damit die Serie mit 1:4 Siegen. Eishockey-Wahnsinn. Die seit Wochen dezimierten Gäste fuhren ihren Tank erst restlos leer, waren praktisch erledigt. Doch dann rasten mit leerem Tank wieder los. Ehe der plötzliche Tod in der 63. Minute kam. Tyson Mulock (2), Kris Foucault (2), Robbie Bina und Philip Riefers trafen für die Gäste.

Erstes Drittel: Berlin macht Druck, die Grizzlys wirken etwas klebrig, klären unsauber, die Gäste haben viele Schüsse. Nach fünf Minuten berappelt sich das Team in orange. Der Slot wird dicht gemacht, Kris Foucault setzt den ersten Konter, Mulock scheitert mit dem Nachschuss an Petri Vehanen. Das erste Powerplay bringt gleich ein Tor. Wolfsburg spielt in Überzahl erneut prächtig, Furchner hat die Führung schon auf dem Schläger, Vehanen hält. Foucault legt glänzend auf. Mulock drückt ein – 1:0. Berlin beeindruckt. Wolfsburg müsste führen, doch das Scheibenglück hat Berlin: Die Eisbären kontern, Kuhn hält überragend gegen Charly Jahnke, den trudelnden Puck trifft Martin Buchwieser aus der Luft – 1:1. Nur: Wolfsburg bleibt unbeeindruckt. Bina hämmert von der blauen Linie drauf drin. 2:1. Hochverdient.

Zweites Drittel: Die Grizzlys mit dem schnellen und 3:1. Jetzt werden die Eisbären wütend. Jeremy Dehner verhindert mit dem Schlittschuh noch das 2:3. Doch das markiert Petersen per Abfälscher in Überzahl. Jetzt wackeln die Grizzlys, sind zu weit weg von den Gegenspielern, Jonas Müller und Torschütze Buchwieser haben beim 3:3 viel Raum. Marcel Noebels setzt den Puck beim Alleingang an den Pfosten. Das 4:3 fällt aber noch. Bittere Minuten. Denn Foucault kann nach einem Schuss auf die Hand vor dem 2:3 kaum noch den Schläger halten, die Strafe vor dem 2:3 war hart, denn Noebels hätte im ersten Drittel für seinen Schläger im Gesicht von Armin Wurm auch eine bekommen müssen. Und warum Wurm dann vor dem 4:3 mit Berlins Jamie MacQueen auf die Strafbank gemusst hatte, war nicht zu verstehen.

Drittes Drittel: Wolfsburg wirkt ausgelaugt, Berlin diktiert, Jerry Kuhn hält und hält. Doch Berlin setzt sich ab. 5:3 steht es , Jerry Kuhn ist bereit, den Kasten für einen sechsten Feldspieler zu verlassen, da bedient Höhenleitner Foucault – nur noch 5:4 für Berlin. 18 Sekunden später nutzt Riefers einen Fehler – 5:5. Doch nur eine Minute später legt Noebels vor. Nur noch 101 Sekunden zu spielen. Kuhn geht raus. Und Foucault gleicht nur 14 Sekunden nach Berlins Führung per Rückhand erneut aus.

Verlängerung: Berlin schnürt Wolfsburg ein, es kommt ein Schuss von der Seite, abgefälscht, dann an den Schuh von Jeff Likens. Drin. Aus.

Gross: „Klar ist man enttäuscht. Aber es überwiegt Stolz, was diese Mannschaft noch bewegt hat.“ Für Abschiedsschmerz sei es „noch zu früh, aber es war eine wunderbare Zeit. Und es wird auch ein Leben nach mir geben.“

Von Jürgen Braun

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