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Grizzlys Wolfsburg Grizzlys gewinnen mit 3:0 gegen Nürnberg
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Grizzlys gewinnen mit 3:0 gegen Nürnberg
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00:18 11.12.2017
Der passt: Wolfsburgs Mark Voakes (r.) sorgte mit einer spektakulären Einzelaktion für den ersten Treffer beim 3:0-Erfolg gegen Nürnberg. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Da waren sie wieder, die Jubel-Grizzlys! Die Wolfsburger Eishockey-Profis kamen nach drei Niederlagen in Folge gegen die Nürnberg Ice Tigers zurück in die Spur, gewannen mit 3:0 (0:0; 2:0; 1:0). Vor allem die im Vorfeld viel geforderte Defensive wusste dabei wieder zu überzeugen.

Bevor es losging gab es eine schöne Geste von den Grizzlys: Nürnbergs Patrick Reimer machte sein 800. DEL-Spiel und wurde von Stadionsprecher Jens Kluck wie ein Wolfsburger Spieler angesagt. Die Fans applaudierten, riefen wie bei den Grizzlys-Akteuren seinen Nachnamen – bemerkenswert!

Es folgte ein flottes erstes Drittel, in dem die Hausherren deutlich aufmerksamer auftraten als zuletzt. Viele Chancen boten sich auf beiden Seiten trotz zweier Wolfsburger Überzahl-Spiele nicht, John Mitchell traf allerdings schon nach 15 Sekunden den Pfosten hinter Grizzlys-Goalie Jerry Kuhn. Auf der anderen Seite hatte Rückkehrer Fabio Pfohl, der sehr engagiert wirkte, nach einem Querpass von Jimmy Sharrow die beste Möglichkeit für die Gastgeber, scheiterte jedoch an Gäste-Torwart Andreas Jenike – es ging torlos in die Kabine.

Lange sollte es dabei aber nicht bleiben: Die Grizzlys hatten im Mitteldrittel von Beginn an mehr vom Spiel, machte mehr Druck als noch im ersten Durchgang. Dann war es Mark Voakes, der dafür sorgte, dass sämtliche Kinnladen runterklappten: Mit einer wahnsinnig starken Einzelaktion ließ er erst Ice-Tigers-Verteidiger Taylor Aronson stehen, zirkelte die Scheibe dann aus nächster Nähe in den Winkel – die Führung. Nur 30 Sekunden später war Brent Aubin zur Stelle: Nürnbergs Patrick Köppchen konnte den Puck nicht klären, Aubin kam zum Schlagschuss, der ausgerechnet von Köppchens Schlittschuh ins Tor abgefälscht wurde. Schon stand es 2:0, und obwohl die Nürnberger zweimal in Überzahl agierten, konnten sie die solide Wolfsburger Defensive nicht überwinden.

Das gelang den Gästen auch im Schlussabschnitt nicht, dafür gelangte Frust ins Spiel: Nachdem Dane Fox Wolfsburgs Alex Weiss straffrei von hinten in die Bande gecheckt hatte, kam es immer wieder zu Rudelbildungen. Obwohl Nürnberg gegen Spielende offensiv mehr versuchte, stand bei Kuhn weiterhin die Null – Foucault besiegelte dann mit einem Treffer ins leere Tor von der eigenen Grundlinie (!) den Grizzlys-Heimsieg.

„Nürnberg verliert in solch engen Spielen oft den Kopf, das haben wir ausgenutzt“, freute sich Pfohl, der zu seinem Comeback sagte: „Es war super, zurückzukommen!“ Voakes analysierte: „Wir hatten die bessere Team-Einstellung in der Defensivzone.“ Das bestätigte Coach Pavel Gross: „Wir haben in der Defensive deutlich mehr getan als zuletzt. Ich bin froh, dass wir wieder gewonnen haben.“

Von Jakob Schröder und Yannik Haustein

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