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Grizzlys Wolfsburg Grizzlys Wolfsburg verlieren 1:4! Fauser verletzt!
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Grizzlys Wolfsburg verlieren 1:4! Fauser verletzt!
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23:11 28.02.2018
Und wieder nichts: Bei den Grizzlys hat es eingeschlagen, Straubing (weiße Trikots) bejubelte ein 4:1. Quelle: Gero Gerewitz
Wolfsburg

Das kann böse enden, das war eine kalte Dusche auf die Wolfsburger Olympia-Euphorie. Die Grizzlys bezogen am Mittwoch ein 1:4 (0:2, 1:1, 0:0) gegen Schlusslicht Straubing Tigers. Sie stürzten im Oberhaus von Platz vier auf Platz sechs, die direkte Play-Off-Quali (bis Platz sechs) ist zwei Spieltage vor Hauptrunden-Ende in höchster Gefahr. Und: Die Grizzlys hatten schon bevor es losging mehr Verletzte als vor der Pause, Olympia-Held Gerrit Fauser schied im Spiel mit Verdacht auf eine schwere Armverletzung aus. Üble Voraussetzungen kurz vor den Play-Offs. Nur Brent Aubin traf für die Gastgeber vor 2800 Zuschauern.

Euphorie nur bei der Ehrung der Olympiahelden

Wolfsburger Euphorie war am Anfang. Beim Einlaufen wurden die Olympia-Silber-Gewinner Fauser und Björn Krupp frenetisch gefeiert.

Gratulation aus der Kurve für Wolfsburgs Olympia-Helden. Quelle: Gero Gerewitz

Aus der Fankurve wurde das Duo mit großen Transparenten („Aus Wolfsburg in die Geschichtsbücher!“ „Wir sind stolz auf unsere Olympia-Helden!“) begrüßt.

Manager Charly Fliegauf (M.) sowie die Aufsichtsräte Hiltrud Werner und Klaus Mohrs ehrten die Olympia-Silber-Gewinner Björn Krupp (r.) und Gerrit Fauser, der sich später verletzte. Quelle: Gero Gerewitz

Eine kurze Ehrung durch die Klub-Aufsichtsräte Hiltrud Werner und Klaus Mohrs sowie Manager Charly Fliegauf gab es auf dem Eis, dann war nach fast einem Monat Pause wieder DEL-Alltag. Und der war aus Wolfsburger Sicht grau.

Die Grizzlys hatten gut vier Minuten Überzahl. Es war Gemurkse. Auffällig wacklig, mit Problemen bei der Puckkontrolle, im Aufbau und beim Schuss: Routinier Jeff Likens, der jüngst seinen Vertrag verlängert hatte. Die Grizzlys wurden aber stärker, Likens, der in der 7. Minute endlich mal eine Scheibe richtig traf, und Fauser sowie Mark Voakes im Nachschuss (9.) scheiterten am aufmerksamen Ex-Grizzly Sebastian Vogl im Tigers-Kasten. Straubing spielte geradlinig und zielstrebig. Alexander Oblinger kurvte von hinten vor Wolfsburgs Tor, drehte sich unbedrängt von Likens – 0:1. Wolfsburg versuchte sich mit viel Schussgewalt, der bärenstarke Vogl hielt alles und seine Vorderleute nutzten eine seiner Paraden zum Konter. Da fasste Stephen Dixon nicht richtig zu – 0:2.

Wolfsburg spielte zunehmend solider, aber vorne glücklos. Im zweiten Drittel gab es gleich wieder was auf den Deckel. Scheiterte Steven Zalewski (22.) noch allein vor Jerry Kuhn am Wolfsburger Keeper, traf wenig später Thomas Brandl mit einer Kopie des 0:1. Diesmal griff Robbie Bina, der sein Comeback nach langer Pause gab, bei der Drehung des Straubingers nicht richtig zu.

Aubin-Treffer macht Hoffnung

Aubin traf den Pfosten, dann klingelte es endlich. Im Powerplay verkürzte Aubin. Doch der nächste Nackenschlag folgte. Fauser stürzte im Zweikampf mit Oblinger (29.), hielt sich den linken Arm und verschwand in der Kabine. Es wollte nicht laufen für die personell brutal gebeutelten Gastgeber. Sieben Ausfälle hatten sie zu dem Zeitpunkt, davon fünf Top-Stürmer. Unerwartet nicht dabei waren neben den schon länger fehlenden Marcel Ohmann, Alexander Weiß, Kris Foucault und Tyler Haskins noch Fabio Pfohl sowie Verteidiger Torsten Ankert.

Das team von Trainer Pavel Gross machte Druck, es schoss viel, jedoch nichts klappte. Dixon (36.) etwa verzog, als er das leere Tor vor sich hatte.

Die Gastgeber steckten nicht auf, doch Straubing verwaltete das Ergebnis geschickt. Krupp war enttäuscht, sagte: „Wir müssen härter vor unserem Tor sein, vier Gegentore zu Hause sind zu viel. Für uns sind jetzt schon Play-Offs, wir müssen wieder unser Spiel spielen.“ Das war von den Grizzlys vor allem in Wolfsburg schon oft zu hören. Sie sind neben dem neuen Schlusslicht Krefeld das heimschwächste Team der Liga.

Stürmer Philip Riefers wusste: „Straubing hat unsere Fehler genutzt. Wir müssen klüger spielen.“

Von Jürgen Braun

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