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Grizzlys Wolfsburg Grizzlys Krupp und Fauser spielen mit um GOLD!!
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Grizzlys Krupp und Fauser spielen mit um GOLD!!
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13:32 11.03.2018
Wolfsburg-Stürmer Gerrit Fauser (Mitte) im Wahnsinns-Halbfinale am Freitag gegen Kanada. Die DEB-Auswahl gewann mit 4:3 spielt nun um Gold gegen Russland. Quelle: dpa
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Wolfsburg/Gangneung

Silberhelden hat Wolfsburg seit Freitag, jetzt können Björn Krupp und Gerrit Fauser von den Grizzlys Wolfsburg mit der Nationalmannschaft das deutsche Eishockey-Wunder auch noch vergolden. Im Endspiel am Sonntag (5.10 Uhr, live im ZDF).

„Der beste Tag für das deutsche Eishockey ever“

„Der beste Tag für das deutsche Eishockey ever“, jubelte Grizzlys-Manager Charly Fliegauf, zögerte und fügte hinzu: „Und vielleicht kommt ja noch was...“

Mit dem 4:3 gegen Kanada schaffte das DEB-Team die zweite Sensation in Folge bei Olympia, steht nun im Finale gegen die Athleten aus Russland. Silber ist sicher – und das gab es noch nie. Sicher ist es schon das erste Eishockey-Edelmetall seit 1976.

Was für ein Triumph, was für ein Kampf! Nach 4:1 -Führung war es eng geworden gegen den 26-fachen Weltmeister. Als dann die Schlusssirene kam, gab es kein Halten mehr, die Spieler hüpften, tobten, blieben noch lange auf dem Eis, bedankten sich bei den Fans. Und rangen danach um Fassung. Sogar der NHL-gestählte Kapitän Marcel Goc (Mannheim) war den Tränen nah: „Wir sind happy“, sagte er. Keeper Danny aus den Birken (München) rang um Worte: „Das muss man erst einmal realisieren. Da hat sich ein Traum erfüllt.“ Zu einer Top-Teamleistung hatten auch die Wolfsburger ihren Teil beigetragen. Stürmer Fauser etwa, erst im Spiel gegen die Schweiz nach einem Pucktreffer an der Lippe genäht, bekam diesmal zweimal einen Stockschlag ins Gesicht. Die Opferbereitschaft lohnte sich. Fauser holte dabei eine Strafe heraus, in deren Folge das 1:0 fiel. Später musste auch Krupp mal checken, ob er noch alle Zähne hatte, auch dafür kassierten die Kanadier eine Strafe. „Da spürt man keinen Schmerz“, sagte Fauser. „Es war eine Wahnsinns-Mannschaftsleistung, da hat sich jeder in die Schüsse geschmissen.“

In Wolfsburg fieberten die Kollegen mit

Der Kampfgeist lohnte sich, der Außenseiter triumphierte erneut, nachdem zuvor schon Weltmeister Schweden im Viertelfinale eliminiert worden war.

In Wolfsburg fieberten die Grizzlys mit. Ex-Nationalspieler Sebastian Furchner: „Es ist Wahnsinn, wie die Jungs gespielt haben. Ich bin auch fix und fertig. Es ist wirklich unfassbar stark und großartig. Superschön für die Jungs.“ Stürmer Brent Aubin, der als Kanadier für Deutschland die Daumen gedrückt hatte, feierte: „Unglaublich und groß für Deutschland und die DEL.“ Armin Wurm, der für die Grizzlys auch schon das DEB-Dress trug, sagte: „Sensationell, das freut mich unglaublich für die Jungs.“ Fliegauf: „Dafür gibt es eigentlich keine Worte. Sensation ist zu wenig. Eishockey-Geschichte ist das. Silber hatte Deutschland noch nie. Zwei Spieler von uns dabei – boah!“

Für das Nationalteam geht die Traum-Reise weiter. Auf der Rückfahrt ins Olympische Dorf verwandelte sich der Teambus in einen Party-Wagen. Fauser über den Erfolg: „Was hier passiert, ist nicht zu beschreiben. Von sowas hätte ich nicht zu träumen gewagt. Aber am Ende sind wir noch nicht.“

Von Jürgen Braun

Viele Tore sahen die Zuschauer beim Testsieg der Grizzlys Wolfsburg gegen Liga-Konkurrent Fischtown Pinguins aus Bremerhaven am Freitagabend.

11.03.2018

Die Grizzlys Wolfsburg haben ihre Suche nach einem neuen Cheftrainer erfolgreich abgeschlossen. Der ehemalige finnische Nationalspieler Pekka Tirkkonen wird ab der kommenden Spielzeit die sportlichen Geschicke beim amtierenden Vizemeister leiten. Der 49 Jahre junge Coach erhält einen Einjahresvertrag und wird damit die Nachfolge von Pavel Gross antreten.

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Zweiter und letzter Test vor dem Wiedereinstieg in die Punktspiele im Eishockey-Oberhaus: Am Freitag (19.30 Uhr) erwarten die Grizzlys Wolfsburg die Fischtown Pinguins in der Eis-Arena. Der Eintritt ist stark vergünstigt, Dauerkarteninhaber haben freien Eintritt. Positiv: Armin Wurm ist wieder dabei. Nicht gut: Alexander Weiß könnte länger ausfallen. Schon klar: Jeff Likens bekommt einen neuen Kontrakt, bleibt bis 2020.

11.03.2018
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