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Grizzlys Wolfsburg Geisterkulisse: Fliegauf findet’s „beschämend“
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Geisterkulisse: Fliegauf findet’s „beschämend“
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23:00 08.03.2018
Wichtiger Sieg und im Hintergrund leere Ränge: Nur sportlich hatten die Grizzlys (dunkle Trikots) beim Play-Off-Auftakt Freude.
Wolfsburg

Die Grizzlys Wolfsburg haben gut vorgelegt in der ersten Play.Off-Runde. Schwenningen steht am Freitag (19.30 Uhr, live auf Sport 1) mit dem Rücken zur Wand, muss gewinnen, um seine Viertelfinalchance zu wahren. Die Grizzlys haben sich mit ihrem 4:3 am Mittwoch eine gute Ausgangsbasis verschafft. Trotzdem gab es einen Wermutstropfen in die sportliche Freude: die Kulisse. Manager Charly Fliegauf fand sie „beschämend“.

„Wir werden versuchen, das aufzuarbeiten, versuchen, dahinter zu kommen, was es für Gründe gab“, so Grizzlys-Finanzchef Bernd Rumpel nach Heimspiel eins in nicht einmal halb gefüllter Halle. Gerade einmal 2050 Fans, darunter rund 150 aus Schwenningen, hatten in die Eis-Arena gefunden. Und das zum zu dem Zeitpunkt möglicherweise letzten Heimspiel der Saison. „Die Stimmung war dementsprechen auf den Rängen“, so Rumpel. Einfach zu leise. „Der Schwenninger Anhang war ja teilweise besser zu hören als unser eigener.“

Fliegauf war frustriert: „So wenige Besucher in einem Play-Off-Spiel, das ist einfach nur peinlich.“ Wolfsburg hat traditionell fast immer den schlechtesten Fanschnitt der Liga, wird deshalb vielerorts belächelt. „Jetzt werden wir wieder darauf reduziert“, so der Manager sauer.

Eine Woche vorher hatten die Grizzlys noch 2900 Zuschauer gehabt, insgesamt hatten sie in der Hauptrunde mit 2753 den besten Zuschauerschnitt aller Zeiten. An den Eintrittspreisen liegt es nicht. Wolfsburg ist günstig, hat für die erste Play-Off-Runde die Ticketpreise nicht erhöht.

Zum Vergleich: In Schwenningen waren die Sitzplätze in der Hauptrunde teurer (36 bis 40 gegenüber 23 bis 28 Euro). Zum Play-Off-Spiel gegen Wolfsburg liegen sie in Schwenningen für Erwachsene jetzt zwischen 42 und 47 Euro.

Trotzdem wird die Helios-Arena am Freitag rappelvoll. Sie soll, so verkündete Jürgen Rumrich, Sportlicher Leiter der Wild Wings, ausverkauft sein. Fast ausverkauft war sie auch schon am vergangenen Sonntag, als Schwenningen das Punktspiel 3:0 gegen Wolfsburg gewonnen hatte. Auch da war es laut, die Kulisse euphorisch. Diesmal wird es noch wilder werden.Die Helios-Arena als Hölle? Das allerdings sind die meisten Grizzlys aus vielen Play-off-Runden, unter anderem vor 15.000 Kölnern oder fast 8000 Nürnbergern, gewohnt. Und oft genug haben sie dort bestanden. Wolfsburgs Urgestein Sebastian Furchner: „Wir freuen uns auf eine tolle Play-Off-Atmosphäre. Wenn es richtig heiß her geht auf den Rängen, alle gegen uns sind, das ist richtig geil.“

Wie Schwenningen, angetrieben vom Anhang, der erstmals nach 22 Jahren wieder Play-Offs erleben darf, reagieren wird, bleibt abzuwarten. Die Gastgeber machen nicht gern das Spiel, sind heimschwach und schießen in eigener Halle die mit Abstand wenigsten Tore. Nur vier Mannschaften gewannen auswärts öfter als die Grizzlys. Dass sie zu diesen vier zählen, nützt nichts, schließlich sind sie Gastgeber.

Von Jürgen Braun

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